Melania Trump: Demokraten erheben Korruptionsverdacht - Doku wird zum Problem

75 Millionen Dollar für eine Doku über Melania Trump – demokratische Abgeordnete um Elizabeth Warren wittern hinter dem Amazon-Deal ein mögliches Bestechungsgeschäft. Jetzt verlangen sie Antworten vom Tech-Giganten.

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Der Kongress hat Melania Trumps Dokumentation im Visier. (Foto) Suche
Der Kongress hat Melania Trumps Dokumentation im Visier. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Probleme für Melania Trumps Dokumentation
  • Demokraten sehen Amazon-Deal kritisch: Doku der First Lady soll gegen Antikorruptionsgesetze verstoßen
  • Amazon soll sich zum Bestechungsverdacht äußern

Die Dokumentation von Donald Trumps Frau Melania könnte Probleme bereiten. Der US-Kongress nimmt den millionenschweren Dokumentarfilm über die First Lady ins Visier. Mehrere demokratische Abgeordnete prüfen derzeit, ob der Deal zwischen Amazon und der Präsidentengattin möglicherweise gegen bundesstaatliche Antikorruptionsgesetze verstößt.

"Melania"-Doku: Demokraten vermuten Korruption

Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts führt die Gruppe der Parlamentarier an, die Antworten vom Tech-Konzern verlangen. Unterstützt wird sie von mehreren Abgeordneten, darunter Hank Johnson, Dan Goldman und Pramila Jayapal sowie Senator Ben Ray Luján. In einem gemeinsamen Schreiben fordern sie Amazon auf, die Hintergründe des Geschäfts offenzulegen. Insgesamt flossen rund 75 Millionen Dollar für das Projekt – eine Summe, die nach Ansicht der Demokraten deutlich über dem Marktwert liegt. Amazon hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Schreiben der Abgeordneten geäußert. Bis zum 30. März muss Amazon nun Stellung beziehen.

Amazon investierte Millionen in Melania Trumps Dokumentation

Amazon MGM Studios investierte 40 Millionen Dollar in die Produktion der Dokumentation, die gerade einmal 104 Minuten lang ist. Weitere 35 Millionen Dollar flossen in das Marketing des Films. Diese Gesamtsumme sorgte von Beginn an für heftige Kritik. Die Dokumentation begleitet Melania 20 Tage vor Trumps zweiter Amtseinführung und feierte ihre Premiere im Trump-Kennedy-Center. Am Eröffnungswochenende spielte sie sieben Millionen Dollar ein – der stärkste Start einer Dokumentation seit über einem Jahrzehnt. Dennoch hagelte es Kritik.

Erkaufte Amazon bei Trump politische Gefälligkeiten?

Die demokratischen Abgeordneten stellen in ihrem Schreiben eine zentrale Frage: Wurde der weit über dem Marktwert liegende Betrag gezahlt, um sich Vorteile bei der Trump-Regierung zu sichern? Sie wollen wissen, ob Amazon den Deal vorab mit Regierungsvertretern oder der First Lady besprochen hat. "Das amerikanische Volk verdient die Gewissheit, dass mächtige Konzerne ihre finanziellen Mittel nicht nutzen, um politischen Einfluss oder Vorzugsbehandlung auf Kosten der Öffentlichkeit zu erlangen – und dass diese Unternehmen nicht gegen bundesstaatliche Bestechungsgesetze verstoßen", heißt es in dem Brief, den "Newsweek" zitiert. Die Parlamentarier verweisen auf einen auffälligen Wandel: Während Trump in seiner ersten Amtszeit Amazon und Gründer Jeff Bezos scharf attackierte, spendete der Konzern nun eine Million Dollar für die Amtseinführung. Bezos selbst nahm an der Zeremonie teil.

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