Bis zu 300 Kilometer Reichweite: Ukraine entfesselt neue Superwaffe – Angriff tief in Russland geplant
Neue Waffen, neue Strategie: Die Ukraine testet erstmals eine eigene ballistische Rakete gegen Ziele in Russland. Das System gilt als günstige Alternative zu westlichen Modellen und könnte das Kräfteverhältnis im Krieg verändern.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Neue Rakete FP-7: Reichweite bis zu 300 Kilometer, deutlich günstiger als US-Systeme.
- Testphase beginnt: Angriffe auf Ziele in Russland sind geplant.
- Noch größere Pläne: Nachfolgemodell FP-9 soll bis zu 850 Kilometer weit fliegen.
Diese Entwicklung dürfte Wladimir Putin nicht gefallen: Die Ukraine entfesselt nun eine neue Superwaffe. Die ukrainische Rüstungsfirma Fire Point geht mit ihrer neuen ballistischen Kurzstreckenrakete FP-7 in die nächste Testphase. Wie Chefentwickler Denys Shtilierman bekannt gab, sollen nun Testangriffe gegen Ziele auf russischem Territorium erfolgen. Bei der FP-7 handelt es sich um eine kostengünstigere Variante des amerikanischen ATACMS-Systems. Laut Unternehmensangaben liegt der Preis bei etwa der Hälfte des US-Vorbilds. Die Rakete kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 300 Kilometern erreichen – die exakte Reichweite variiert je nach Gewicht des montierten Sprengkopfs. Bereits Ende Februar präsentierte der Hersteller das Waffensystem in einem einminütigen Video.
Ukraine entwickelt neue Superrakete im Kampf gegen Wladimir Putin
Die FP-7 basiert auf der 48N6-Rakete, die im russischen Flugabwehrsystem S-400 zum Einsatz kommt. Fire Point hat jedoch sowohl die Zelle als auch die Elektronik grundlegend modernisiert. Im Flug erreicht das Geschoss Geschwindigkeiten von rund 1.500 Metern pro Sekunde. Mit einer Treffgenauigkeit von etwa 14 Metern Abweichung vom Zielpunkt ermöglicht die Waffe eine präzise Bekämpfung taktischer Objekte. Der Abschuss erfolgt von einem vereinfachten Startsystem, das auf einem handelsüblichen Anhänger montiert ist. Diese Konstruktion erlaubt schnelle Starts und erleichtert das Verstecken der Anlage vor feindlicher Aufklärung erheblich.
‼️ Ukraine’s Fire Point company says it is moving to the next stage of testing its new FP-7 ballistic missile, including test strikes against targets in Russia.
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) March 16, 2026
Chief designer of Fire Point company Denys Shtilierman @DenShtilierman on the FP-7 ballistic missile:
▪️ FP-7 is an… https://t.co/xv9zhaCu6i pic.twitter.com/dHHcGCmi0e
ATACMS-System als Vorbild für FP-7
Ein wesentlicher Vorteil der FP-7 liegt in der weitgehend unabhängigen Fertigung. Fire Point stellt sämtliche Bauteile im eigenen Haus her – von den Antriebssystemen bis zur Flugsteuerung. Lediglich die Sprengköpfe werden extern nach Auftrag produziert. Um Verzögerungen bei der Stückzahl zu vermeiden, beginnt die Serienproduktion bereits vor der offiziellen militärischen Zertifizierung. Zudem wurde die FP-7 als Drohne klassifiziert, um ältere Vorschriften der ukrainischen Streitkräfte zu umgehen und Zeit zu sparen. Gegenüber dem amerikanischen ATACMS-System bietet die ukrainische Eigenentwicklung einen erheblichen Kostenvorteil: Der Preis beträgt nur etwa die Hälfte.
Nachfolgemodell soll 850 Kilometer weit fliegen
Fire Point arbeitet bereits an der nächsten Generation seiner ballistischen Raketen. Die FP-9 befindet sich in der Entwicklung und soll eine Reichweite von bis zu 850 Kilometern erreichen. Mit dieser deutlich gesteigerten Reichweite könnte die Ukraine künftig Ziele tief im russischen Hinterland angreifen, die bislang außerhalb der Reichweite ukrainischer Waffensysteme lagen.
Die Ankündigung der FP-9 unterstreicht die Ambitionen des ukrainischen Rüstungsunternehmens, eine eigenständige Raketenfähigkeit aufzubauen. Während die FP-7 bereits in die Testphase gegen russische Ziele eintritt, könnte das Nachfolgemodell die strategischen Optionen der Ukraine erheblich erweitern.
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bua/bos/news.de/stg
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