Nicole Büttner: FDP-Politikerin rasiert sich Glatze nach Wahlschlappe
Noch im Januar hatte FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner gewettet, dass ihre Partei den Einzug in den Landtag Baden-Württembergs schafft - oder sie würde sich eine Glatze schneiden. Mit der Wahlniederlage hat sie Ihr Versprechen nun eingelöst.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- FDP-Politikerin Nicole Büttner hat sich nach der Wahlniederlage die Haare abrasiert
- Vor der Wahl in Baden-Württemberg wettete die 41-Jährige auf den Einzug in den Landtag
- Die Reaktionen in der FDP sind gespalten - einige verurteilen die Aktion der Politikerin
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Die FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner hat mit einer brisanten Wette für Aufsehen gesorgt: Die 41-Jährige hatte Anfang Januar angekündigt, sich die Haare komplett abzurasieren, sollte ihre Partei den Einzug in den baden-württembergischen Landtag verpassen. "Alles weg. Radikal", lautete damals ihre selbstbewusste Ansage. Nun verpassten die Freien Demokraten knapp den Einzug - und Büttner hielt ihr Wort.
Glatzen-Enthüllung der FDP-Politikerin auf Instagram
Am Sonntagabend veröffentlichte Büttner ein Video auf Instagram, in dem sie zunächst mit einem bunten Kopftuch erscheint – bevor sie ihren kahlen Kopf enthüllt. "Keine Ausreden. Ich habe diese Wette gemacht, ich habe sie verloren, und ich löse sie ein", erklärte die Politikerin.
Dabei hätten ihr zahlreiche Menschen geschrieben, sie könne sich doch irgendwie herausreden. Im Politikbetrieb sei es schließlich üblich, Ankündigungen nicht einzuhalten. Sogar ein Journalist habe ihr mitgeteilt, dass sie den Politikbetrieb nicht verstanden habe, wenn sie tatsächlich zu ihrem Wort stehe. Büttner ließ sich davon nicht beirren - und spendete ihre abgeschnittenen Locken.
Abrechnung mit Politik: "So läuft unser Land"
Büttner nutzte die Gelegenheit für eine grundsätzliche Abrechnung mit der politischen Kultur. "Für mich ist ganz klar, dass ich zu meinem Wort stehe", betonte sie. Dieses Prinzip gelte schließlich für jeden Handwerker, der ein Angebot verschicke, und jede Pflegekraft, die sich zu einer Schicht verpflichte.
"So läuft unser Land", argumentierte die Generalsekretärin. Dass ausgerechnet im Politikbetrieb andere Maßstäbe gelten sollten, sei schlicht inakzeptabel. Angesichts dessen wundere es sie nicht, dass immer mehr Bürger das Vertrauen in die Politik verlören. Vertrauen und Glaubwürdigkeit müssten die Basis sein, um gemeinsam die großen Herausforderungen des Landes anzugehen.
Gemischte Reaktionen aus der eigenen Partei
Die Aktion wurde mehrfach von Anhängern und Mitgliedern der Liberalen gelobt:
- "Starke Aktion! Die neue Frisur steht Dir sehr gut!", so der ehemalige Fraktionsvorsitzende Christian Dürr.
- "Das löst unsere Probleme nicht, aber es ist konsequent und mit gutem Stil umgesetzt. Dafür Respekt! Und vielen Dank für den wirklich starken Einsatz in schwieriger Lage", erklärte der Sprecher für Kulturpolitik der FPD Köln, Lorenz Deutsch.
- "Auch bei schweren Situationen konsequent durchziehen. So muss die FDP sein. Starkes Statement", kommentierte Alexander Künzle, Vorsitzender der FDP Rothenburg.
Doch längst nicht alle sind begeistert: FDP-Mitglied Sebastian Adler schrieb: "Ne, wir finden das einfach peinlich und das Problem ist die politische Inhaltslosigkeit. Haare abrasieren ist keine Politik." Zudem fanden sich auch Forderungen nach dem Rücktritt der Generalsekretärin. "Und jetzt bitte weitere Konsequenzen ziehen und zurücktreten!", so ein Kommentar der Jungen Liberalen Mittelfranken. Überwiegend erntete Büttner für ihre aufsehenerregende Aktion jedoch positive Reaktionen, die ihre konsequente Haltung lobten.
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