Donald Trump: Nato geht vorerst nicht auf Trump-Drohung ein

Könnte die Nato dabei helfen, die Straße von Hormus zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung und setzt Alliierte unter Druck. Im Hauptquartier des Bündnisses antwortet man nüchtern.

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Donald Trump bei einer Rede. (Foto) Suche
Donald Trump bei einer Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

Die Nato hat sich zurückhaltend zu den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Bündniseinsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel geäußert. Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen, sagte ein Sprecher in Brüssel. Es sei zudem bekannt, dass einzelne Alliierte mit den USA und anderen darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten - auch im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Straße von Hormus.

Zu der Frage, ob in Nato-Gremien bereits über einen möglichen Bündniseinsatz in der für weltweite Öl- und Gastransporte wichtigen Meerenge gesprochen wurde, äußert sich der Sprecher nicht. Auch gab es keine Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine solche "Out-of-area"-Operation denkbar sein könnte.

Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus aufgefordert. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der "Financial Times". Sollte es "keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein", wurde Trump zitiert.

Als sehr unwahrscheinlich gilt ein Nato-Einsatz vor der Küste des Irans vor allem deswegen, weil die Straße von Hormus nicht zum Bündnisgebiet zählt und sich die USA deswegen nicht auf die Beistandspflicht nach Artikel 5 berufen können. Ein Einsatz dort wäre deswegen eine sogenannte "Out-of-area"-Operation, der alle Alliierten zustimmen müssten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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