Donald Trump: Warnung von Top-General ignoriert - "The Dons" Fehler im Iran-Krieg enthüllt

Trotz ausdrücklicher Warnung seines ranghöchsten Generals ging Trump das Risiko einer iranischen Blockade der Straße von Hormus ein. Ein Bericht deckt nun auf, dass Trump ein großes Risiko einging.

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Donald Trump soll im Zusammenhang mit der Straße von Hormus einen Fehler begangen haben. (Foto) Suche
Donald Trump soll im Zusammenhang mit der Straße von Hormus einen Fehler begangen haben. Bild: picture alliance / CNP / AdMedia | CNP / AdMedia
  • Donald Trump hat die Warnung eines Top-Generals missachtet.
  • US-Präsident war auf Blockade der Straße von Hormus nicht vorbereitet gewesen.
  • Journalist verdeutlicht: Angriff aufKharg-Insel und entsendete Truppen in den Iran zeigen Trumps improvisiertes Vorgehen.

Die Straße von Hurmus bildet einen zentralen Konfliktpunkt im Iran-Krieg.Der Schiffsverkehr in der Meerenge, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.Auf die Blockade sei Donald Trump nicht ausreichend vorbereitet gewesen, erklärt Journalist Bojan Pancevski vom "The Wall Street Journal" im Podcast von "Bild"-Vize Paul Ronzheimer.

Journalist deckt Trumps Planungsfehler im Iran-Krieg auf

Pancevski hatte zuvor exklusiv berichtet, dass der Präsident seine Haltung zu den Ölreserven innerhalb weniger Stunden komplett änderte. "In dem Moment habe ich wirklich kapiert, dass da was schiefgelaufen ist mit der amerikanischen Planung", so der Journalist. Diese Kehrtwende habe ihm verdeutlicht, dass Trump die Möglichkeit einer iranischen Blockade der strategisch wichtigen Meerenge nicht einkalkuliert hatte.

US-General warnte Trump vor iranischer Blockade der Straße von Hormus

Laut Pancevski hatte der ranghöchste General der US-Streitkräfte, General Dan Caine den Präsidenten vor Beginn der Militäroperation ausdrücklich gewarnt. Die Botschaft war eindeutig: Das iranische Regime werde mit hoher Wahrscheinlichkeit die Straße von Hormus abriegeln und auch Raketen, Minen und Drohnen einsetzen, berichtet das "The Wall Street Journal".  "Er sagte seinem Team, Teheran würde wahrscheinlich kapitulieren, bevor es die Meerenge sperrt – und selbst wenn der Iran es versuchen würde, könnte das US-Militär damit fertig werden", schreibt die Tageszeitung. Das Pentagon hatte zwar militärische Pläne für dieses Szenario entwickelt, doch der General machte auch die Grenzen deutlich. Große Schiffe und Flugzeuge könne man zerstören, erklärte er Trump. Die zahlreichen kleinen Minen, günstigen Raketen und Drohnen der Iraner seien jedoch deutlich schwerer zu neutralisieren. Zwar hätte Trump das Risiko einer Blockade erkannt, aber er ließ das Militär agieren. Dadurch wurde eine Ölkrise ausgelöst. Öl kam nicht mehr durch diese wichtige Route. Die Folgen zeigten sich schnell: die Ölpreise stiegen stark an.

Angriff auf Kharg-Insel als Trumps Erpressungsstrategie

Die Bombardierung militärischer Einrichtungen auf der iranischen Insel Kharg zeigt nach Einschätzung von Pancevski ebenfalls Trumps improvisiertes Vorgehen. Über diesen Standort wickelt das Regime rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab. Der Präsident ließ die Militäranlagen gezielt angreifen, verschonte jedoch bewusst die Ölterminals. Dahinter steckt laut dem Reporter eine klare Erpressungsstrategie: Trump signalisiere Teheran, dass er beim nächsten Mal die gesamte Ölinfrastruktur vernichten werde, so dass sie nie wieder Öl verkaufen könnten.

Truppenverlegung zeigt Trumps improvisiertes Vorgehen

Ein weiteres Indiz für die mangelnde Vorausplanung ist die nachträgliche Verlegung von Truppen. Derzeit befindet sich eine Marine-Einheit mit etwa 2000 Soldaten auf dem Weg aus Asien in Richtung Naher Osten. Möglicherweise sollen diese Kräfte die Öl-Insel Kharg einnehmen.

Pancevski sieht darin einen klaren Beleg für Improvisation: "Das klingt auch ein bisschen nach einer Improvisation, weil es mehr als eine Woche dauert, bis diese Einheit in Stellung kommt." Die Truppen seien offensichtlich nicht vorab positioniert worden, weil niemand mit ihrem Einsatz gerechnet habe. Für den Reporter deutet dies eindeutig darauf hin, dass die US-Regierung ohne ausreichende Planung agiert.

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/sfx/news.de/dpa/stg

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