Berlin News: 600 Demonstranten bei Naidoo-Kundgebung in Berlin

Bei einer Kundgebung sang der umstrittene Xavier Naidoo und sprach in Andeutungen vom Thema Kindesmissbrauch.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Bei einer Demonstration von Verschwörungsanhängern und des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo sind in Berlin mehrere hundert Menschen zusammengekommen. Die Polizei sprach von 600 Teilnehmern, auf der Seite der Gegendemonstranten versammelten sich demnach 200 bis 300 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Demo mit Epstein-Bezug

Die Demonstration am Großen Stern trug den Titel "Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen – Aufklärung im Kontext möglicher deutscher Bezüge im internationalen Epstein-Komplex". Naidoo sagte, in Deutschland sei "der Abgrund genauso tief". Zuvor sang er eines seiner früheren Lieder und redete in Andeutungen über "Menschen, die furchtbare Dinge tun", über verbreiteten Kindesmissbrauch und über ein selbst erlebtes Ereignis als Opfer im Kindesalter.

Auch andere Redner sprachen über Kinderschutz. Viele Deutschlandfahnen waren zu sehen, auf manchen Plakaten wurden Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beschimpft.

Kritik an früheren Aussagen

Mitte Februar hatte Naidoo bei einer Demonstration in Berlin mit Bezug zu den Epstein-Akten von "Menschenfressern" gesprochen und gesagt "Die fressen unsere Babys". Solche Äußerungen werden von Experten unter anderem als antisemitische Andeutungen eingeordnet. Seit Jahrhunderten gibt es die antisemitische Verschwörungserzählung, die besagt, dass Juden aus rituellen Gründen kleine Kinder töten würden. Naidoos Management äußerte sich auf Anfrage nicht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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