Donald Trump flippt aus: So präsentierte "The Don" seinen Widersachern seine größte Schwachstelle

Dass der Ölpreis infolge der US-Angriffe auf den Iran in schwindelerregende Höhen kletterte, ließ Donald Trump wutentbrannt ausrasten - eine Reaktion, die sich als folgenschwerer Fehler erweisen und dem Iran in die Karten spielen könnte.

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Donald Trump hat mit seinem jüngsten Tobsuchtsanfall seinen verwundbarsten Punkt preisgegeben - das iranische Regime dürfte sich ins Fäustchen lachen. (Foto) Suche
Donald Trump hat mit seinem jüngsten Tobsuchtsanfall seinen verwundbarsten Punkt preisgegeben - das iranische Regime dürfte sich ins Fäustchen lachen. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrew Leyden
  • Donald Trump legt eigene Schwachstelle offen
  • Wutentbrannte Reaktion des US-Präsidenten auf Ölpreis-Anstieg verschafft dem Iran Vorteile
  • "The Don" rastet wegen Ölpreis-Hammer aus - und spielt dem Regime in Teheran in die Karten

Die US-amerikanischen Luftangriffe auf Teheran, bei denen der Oberste Führer des Iran Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde, blieben nicht folgenlos: Kaum hatte die US-amerikanische Luftwaffe auf Geheiß von Donald Trump am 28. Februar mit dem Bombardement begonnen, kletterte der Ölpreis in schwindelerregende Höhen - auch in Deutschland war das an der Zapfsäule an horrend steigenden Spritpreisen abzulesen.

US-Präsident flippt aus: Donald Trumps Tobsuchtsanfall spielt dem Iran direkt in die Karten

Nach dem Angriff auf den Iran kletterten die Rohölpreise auf nahezu 120 Dollar pro Barrel – und Donald Trump geriet offenbar in Panik. Der US-Präsident zögerte nicht lange und posaunte seinen Unmut über die drastisch gestiegene Ölpreis-Kurve infolge der Blockade der Straße von Hormus sogleich heraus. Ein folgenschwerer und nicht mal im Ansatz durchdachter Fehltritt des US-Präsidenten, wie der langjährige Kolumnist und Redakteur der "Financial Times", Ed Luce, nun laut "Raw Story" analysierte. Der Grund liegt auf der Hand: Mit seinem beispiellosen Wutanfall spielte Donald Trump dem iranischen Regime direkt in die Karten und legte seine empfindlichste Schwachstelle bloß.

Donald Trump verrät dem Iran seine empfindlichste Schwachstelle

Ed Luce bezeichnete Trumps Tobsuchtsanfall in der Sendung "Morning Joe" als "große Enthüllung" gegenüber dem Gegner. Der Präsident sei erst "ausgerastet" und habe anschließend versucht, die Märkte zu beruhigen, indem er einen baldigen Rückzug und ein nahes Kriegsende in Aussicht stellte. Damit habe Donald Trump dem Iran unbeabsichtigt seine Schmerzgrenze offenbart.

Luce zufolge war Trumps Polter-Reaktion eine regelrechte Offenbarung für die iranische Führung – wenn auch keine überraschende. "Das war die große Enthüllung für die Iraner, dass sie seinen Knackpunkt kennen", erklärte der Journalist. Die Führung in Teheran habe nun Bestätigung für ihren Verdacht erhalten, dass Trump auf einen kurzen Konflikt von etwa zwölf Tagen gesetzt hatte. Da sich der Krieg nun anders entwickle als geplant, beginne der Präsident den Druck zu spüren. Der Iran habe damit einen entscheidenden strategischen Vorteil gewonnen – ganz ohne eigenes Zutun.

Iran hat alle Trümpfe in der Hand - auch ohne militärische Mittel

Nach Einschätzung von Ed Luce verfügt der Iran nun über einen entscheidenden Hebel – und das völlig ohne militärische Mittel einsetzen zu müssen. "Wir können ziemlich sicher davon ausgehen, dass der Iran eine höhere Schmerztoleranz hat als Donald Trump", so der Journalist. Teheran benötige weder Marinekapazitäten noch ballistische Fähigkeiten, geschweige denn angereichertes Uran, um Druck auf die USA auszuüben. Die iranische Führung habe nun "den absoluten Schlüssel" in der Hand. Der Ölpreis selbst sei zur Waffe geworden – eine Waffe, die Trump mit seiner nervösen Reaktion erst scharf gemacht habe.

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