Donald Trump: Droht die Wehrpflicht? Trumps Iran-Pläne sorgen für Entsetzen

Droht Amerikanern bald die Einberufung? Die Sprecherin des Weißen Hauses will eine Wehrpflicht für den Iran-Einsatz nicht ausschließen – Präsident Donald Trump halte sich "alle Optionen offen". Kritiker schlagen Alarm: Am Ende könnten Amerikas Kinder in den Krieg ziehen.

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Donald Trump schließt eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht aus. (Foto) Suche
Donald Trump schließt eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Weißes Haus schließt Wehrpflicht nicht aus: Sprecherin Karoline Leavitt sagte, Präsident Donald Trump halte sich im Iran-Konflikt "alle Optionen offen".
  • Militäreinsatz bisher aus der Luft: Laut Leavitt beschränkt sich die US-Kampagne derzeit vor allem auf Luftangriffe gegen Ziele im Iran.
  • Heftige Kritik und Sorge: Aktivisten und Kommentatoren warnen, die Aussagen könnten bedeuten, dass im Ernstfall auch amerikanische Bürger zum Militärdienst eingezogen werden.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat am Sonntag (8. März 2026) für Aufsehen gesorgt: Sie schloss eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht für den US-Militäreinsatz im Iran nicht aus. In einem Interview mit Fox Business erklärte sie, Präsident Donald Trump wolle sich sämtliche Optionen offenhalten.

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Donald Trump schließt Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht aus

Die Aussage, über die unter anderem das Onlineportal "Raw Story" berichtet, löste unmittelbar heftige Reaktionen aus. Kritiker werten Leavitts Weigerung, eine Einberufung kategorisch auszuschließen, als alarmierendes Signal. Eine Wehrpflicht gab es in den Vereinigten Staaten zuletzt während des Vietnamkriegs. Bislang beschränkt sich der militärische Einsatz gegen den Iran laut Leavitt weitgehend auf Luftangriffe.

Sprecherin Karoline Leavitt stellt klar: Trump hält sich sämtliche Optionen offen

Moderatorin Maria Bartiromo konfrontierte Leavitt mit den Sorgen amerikanischer Mütter, deren Söhne und Töchter in den Konflikt hineingezogen werden könnten. Die Pressesprecherin räumte ein, dass eine Zwangsrekrutierung nicht ausgeschlossen sei.

"Es ist derzeit nicht Teil des Plans, aber der Präsident hält sich klugerweise alle Optionen offen", erklärte Leavitt gegenüber Fox Business. Sie betonte, dass Trump als Oberbefehlshaber den Erfolg der Militäroperation weiterhin bewerten wolle. Anders als viele Politiker nehme er keine Möglichkeiten vorschnell vom Tisch.

Die bisherige Kampagne gegen den Iran besteht nach Leavitts Angaben hauptsächlich aus Luftangriffen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat mit ihren Aussagen über Trumps Iran-Pläne eine Welle der Empörung ausgelöst. (Foto) Suche
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat mit ihren Aussagen über Trumps Iran-Pläne eine Welle der Empörung ausgelöst. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Trump-Regierung erneut unter Beschuss

Die Äußerungen der Pressesprecherin lösten umgehend eine Welle der Empörung aus.

  • Die progressive Organisation Call to Activism schrieb auf X an ihre mehr als 1,2 Millionen Follower: "Sie versprechen nicht einmal, dass eure Kinder nicht die nächsten sind."
  • Der geopolitische Kommentator Mats Nilsson prognostizierte, eine Wehrpflicht würde die politischen Aussichten der Republikaner weiter verschlechtern. Sobald Kinder von Kongressabgeordneten und Eltern aus der Ivy League eingezogen würden, ändere sich die Lage grundlegend.
  • Der Kommentator "AnatolijUkraine" nannte Leavitts Eingeständnis schlicht "unglaublich". Die Botschaft sei klar genug: "Eure Kinder sind jetzt Teil des Spiels."

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/fka/news.de/stg

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