Berlin: Bundespresseamt will stärker gegen Desinformation vorgehen
Die Medienwelt verändert sich, Falschnachrichten greifen um sich. Die Kommunikationszentrale der Regierung reagiert nun darauf.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundespresseamt (BPA) wird angesichts der Veränderungen in der Medienwelt umstrukturiert und will den Kampf gegen Desinformation stärken. Das kündigte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin an. Die Zahl der Abteilungen soll von vier auf drei reduziert werden. Neu geschaffen wird ein Leitungsstab "Strategie, Innovation, Desinformation". Die neuen Strukturen sollen zum 1. Juni greifen. Zuerst hatte das Portal Table.Briefings berichtet. Regierungssprecher Stefan Kornelius erläuterte, nach rund 25 Jahren sei es Zeit für eine grundlegende Optimierung des Amtes gewesen. "Unser Haus soll an der Spitze der Regierungskommunikation stehen und schlagkräftig über die Politik der Bundesregierung informieren. Dafür müssen wir die neue digitale Welt besser abbilden und uns auf ein verändertes Kommunikationsverhalten ausrichten", betonte Kornelius, der auch Chef des Bundespresseamtes ist.
Kampf gegen Desinformation zentrales Thema
Esther Uleer, stellvertretende Amtschefin, betonte: "Wir werden als BPA auch resilienter, weil wir uns strategisch auf Krisen vorbereiten. Neben der Kommunikation als Kernaufgabe wird der Umgang mit Desinformation ein zentrales Thema."
Kornelius zufolge soll der Umbau auch ein Beitrag zur Staatsmodernisierung sein, den sich die schwarz-rote Koalition auf die Fahnen geschrieben hat. Erstmals gibt es für das Thema ein eigenes Ministerium, das Karsten Wildberger (CDU) führt. Er soll Verwaltungsprozesse in Deutschland zu vereinfachen, zu beschleunigen, zu digitalisieren und Bürokratie abzubauen. Table.Briefings meldete unter Hinweis auf Uleer, es solle keine Kündigungen und so gut wie keine Neueinstellungen geben. An den Standorten Berlin und Bonn beschäftigt das Amt rund 540 Mitarbeiter.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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