Iran-Krieg: Schiffe ins Mittelmeer verlegt - Nato reagiert auf Drohnenangriff
Die Nato reagiert auf die wachsende Bedrohung aus dem Nahen Osten. Nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf Zypern haben mehrere Mitgliedstaaten nun Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer verlegt. Das sind die Pläne.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Britischer Militärstützpunkt auf Zypern wurde bei mutmaßlich iranischem Drohnenangriff getroffen
- Nato-Staaten reagieren auf Bedrohung und verlegen Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer
- Auch Kampfjets und Hubschrauber zur Drohnenabwehr geschickt
Der Krieg im Nahen Osten droht weiter zu eskalieren. Am Mittwoch soll der Iran eine ballistische Rakete auf das Nato-Land Türkei abgefeuert haben, was die Armee des Landes jedoch dementierte. Bereits zuvor war bei einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff der britische Militärstützpunkt RAF Akrotiri auf der Insel Zypern getroffen worden.Mehrere Nato- und EU-Staaten verstärkten daraufhin ihre militärische Präsenz im östlichen Mittelmeer.
Reaktion auf mutmaßlich iranischen Drohnenangriff: Nato-Staaten verlegen Schiffe ins Mittelmeer
Wie die "Bild" aktuell berichtet, gab es folgende Reaktionen:
- Frankreich entsandte seinen nuklear angetriebenen Flugzeugträger Charles de Gaulle mitsamt Begleitfregatten – es gilt als das schlagkräftigste maritime Waffensystem Europas.
- Großbritannien, das bereits rund 3.000 Soldaten dauerhaft auf der Insel Zypern stationiert hat, schickt zusätzliche Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein weiteres Kriegsschiff.
- Griechenland reagierte besonders zügig und verlegte bereits am Montag vier F-16-Jets nach Zypern, während zwei Fregatten mit speziellem Drohnenstör-System auslaufen.
- Die niederländische Fregatte Zr. Ms. Evertsen könnte sich dem französischen Verband anschließen – ein Parlamentsbeschluss steht noch aus.
Britischer Militärstützpunkt auf Zypern getroffen: Kamen Drohnen aus dem Libanon?
Die iranischen Drohnen kamen vermutlich aus dem rund 200 Kilometer entfernten Libanon. Nach der Sichtung eines verdächtigen Flugobjekts kam es im Luftverkehr über Zypern zu Beeinträchtigungen. Laut Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis blieb der Luftraum jedoch durchgehend geöffnet. Zuvor hatten zyprische Medien, darunter auch die Cyprus Broadcasting Corporation (RIK), berichtet, der Luftraum sei vorübergehend gesperrt worden.
Auch diese News könnten Sie interessieren:
- Analyse zeigt auf, wie der Kreml-Chef von Trumps Iran-Krieg profitiert
- Eskalation im Nahen Osten – Experten sehen Kontrollverlust der USA
- Sein Sturz ist "unvermeidlich" - Sorge in Russland nach Chamenei-Tod
- US-Präsident läutet "Endzeit" ein - Kommandeure sprechen von "heiligem Krieg"
- Nach Iran-Angriff - Kreml-Propagandist droht mit Europa-Anschlag
gom/bua/news.de/dpa/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.