Wladimir Solowjow: Putin-Vertrauter entsetzt mit bizarrer Begründung für Angriffskrieg
Wladimir Solowjow hat im russischen Staatsfernsehen erneut den russischen Einmarsch in der Ukraine gerechtfertigt. Doch seine Begründung macht sprachlos. Der Putin-Vertraute behauptet, Kiew hatte geplant, die Region Kuban zu erobern. "Ich habe die Karten gesehen", so Solowjow.
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais - Uhr
Suche
- Wladimir Solowjow entsetzt mit Begründung für Angriffskrieg
- Putin-Vertrauter behauptet, Ukraine wollte Kuban-Region einnehmen
- Solowjow erklärt im Russen-TV: "Ich habe die Karten gesehen"
Wladimir Solowjow gehört zu den prominentesten Propagandisten des russischen Staatsfernsehens. Seit 2012 moderiert er beim staatlichen Sender Rossija-1 die Sendung "Ein Abend mit Wladimir Solowjow". Im Gespräch mit seinen Gästen verteidigt er regelmäßig den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und plädiert für ein härteres Vorgehen.
Weitere aktuelle Meldungen zum Ukraine-Krieg finden Sie am Ende dieses Artikels.
Wladimir Solowjow entsetzt mit Begründung für Angriffskrieg
Doch in der neuesten Ausgabe seiner Sendung lieferte der Kreml-Propagandist eine Begründung für den russischen Einmarsch in die Ukraine, die sprachlos macht. Wie der pro-ukrainische Kriegsblogger WarTranslated aktuell beim Kurznachrichtendienst X berichtet, begründete Wladimir Solowjow die russische Invasion damit, dass Kiew geplant hatte, die Region Kuban einzunehmen.
Das Kuban-Gebiet ist eine nordkaukasische Region Russlands mit sehr wechselvoller Geschichte. Das Gebiet erstreckt sich vom Hauptkamm des Kaukasus in Richtung Norden bis hin zum Fluss Kugujeja, der bei Jeisk in das Asowsche Meer mündet.
"I saw the maps!" - propagandist Vladimir Solovyov claimed that Russia was forced to launch a full-scale invasion because Ukraine had allegedly planned to seize Kuban. pic.twitter.com/c20QxAdYCs
— WarTranslated (@wartranslated) February 25, 2026
Wladimir Solowjow behauptet im Russen-TV: "Ich habe die Karten gesehen"
In dem von WarTranslated geteilten Videoausschnitt von Solowjows Sendung hört man den Putin-Vertrauten erklären, dass Kiew nach dem Donbas nicht Halt machen würde, sondern plante, sein Gebiet weiter auszubauen. Als nächstes hätten sie die Krim und die Kuban-Region ins Visier genommen. "Ich habe die Karten gesehen", so Solowjow. Nur aus diesem Grund sei Russland zu einer vollständigen Invasion gezwungen gewesen.
Wladimir Solowjow für irre Behauptung verspottet
Im Netz zeigten sich die pro-ukrainischen Nutzer und Nutzerinnen erheitert ob dieser irren Behauptung. "Ich frage mich ehrlich gesagt, wer das wohl glauben soll", heißt es in einem Kommentar. "Er hat ausgelassen, wie das ukrainische Militär St. Petersburg UND Moskau innerhalb von zwei Tagen einnehmen wollte", spottete ein anderer. "Seltsam, dass wir das erst jetzt, nach vier Jahren, erfahren", zeigt sich auch dieser Nutzer amüsiert.
Auch diese Meldungen sind einen Blick wert:
- Kreml-Blogger brüskiert Putin - "alle Hoffnungen und Illusionen sind zerbrochen"
- Putin-Soldaten packen über Hinrichtungen und barbarische Folter-Praktiken aus
- Verheerende Kriegsbilanz - Putin von Sieg so weit entfernt wie nie zuvor
- Alarmierende Vorhersage - Putin-Einmarsch in Nord-Europa prophezeit
- Simulation zeigt erschreckendes Szenario - Kreml besiegt Nato binnen weniger Tage
fka/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.