Friedrich Merz: Merz zu schwierigen Gesprächen in China erwartet

China ist für Deutschland Partner und Rivale zugleich. Der Kanzler hat viele Themen im Gepäck.

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Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). (Foto) Suche
Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird an diesem Mittwoch zu seinem ersten Besuch in China erwartet. Mit Staatspräsident Xi Jinping will er vor allem über die wirtschaftliche Zusammenarbeit und sicherheitspolitische Themen wie den Ukraine-Krieg sprechen. Auch die Menschenrechtslage will Merz thematisieren.

China gilt als wichtigster Verbündeter Russlands. Merz warf der zweitgrößten Wirtschaftsmacht nach den USA vor seiner Abreise vor, Russland durch den Import von Öl und Gas und durch Technologielieferungen zu unterstützen. "Wenn Xi Jinping Putin morgen sagen würde, hör' das auf, dann muss er übermorgen aufhören", hatte er bereits am Montag bei der dpa-Chefredaktionskonferenz gesagt. Das chinesische Außenministerium betonte daraufhin, dass der Ukraine-Krieg die Beziehungen zwischen Europa und China nicht belasten sollte.

Hohe Erwartungen der deutschen Wirtschaft

Merz wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. China ist für deutsche Unternehmen ein wichtiger Standort. 2025 investierten sie sieben Milliarden Euro neu in der Volksrepublik - deutlich mehr als in den Vorjahren. Sie klagen aber seit Jahren über Probleme beim Marktzugang, undurchsichtige Regelungen und Nachteile gegenüber der vom Staat bevorzugten chinesischen Konkurrenz. Auch der Handelsstreit um sogenannte Seltene Erden - Rohstoffe, die etwa in Handys oder Elektromotoren stecken - dürfte ein Thema der Gespräche sein.

Merz will zudem die Wirtschaftsmetropole Hangzhou besuchen. In Peking ist neben den politischen Gesprächen ein Besuch der Verbotenen Stadt geplant.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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