Kabinett: Kabinett berät Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität

Wie der Bund mit neuen Analysebefugnissen, besserem Informationsaustausch und operativen Maßnahmen gegen Geldwäsche und weitere Delikte im Umfeld von Organisierter Kriminalität vorgehen will.

Erstellt von - Uhr

Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. (Foto) Suche
Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Im Bundeskabinett soll an diesem Mittwoch ein Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität beschlossen werden. An der Erarbeitung des Plans haben die Ressorts Finanzen und Justiz sowie das Innenministerium mitgewirkt.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, soll einerseits der Informationsaustausch verbessert werden. Geplant sind demnach außerdem neue digitale Analysebefugnisse sowie die Stärkung von Ermittlungen zu mutmaßlicher Geldwäsche. Auch die Möglichkeiten zur Einziehung beziehungsweise Sicherstellung von Vermögenswerten sollen verbessert werden.

Rauschgifthandel und Geldwäsche

Von Organisierter Kriminalität (OK) spricht man, wenn Gruppen über längere Zeit arbeitsteilig organisierte Straftaten begehen. Zu den klassischen Delikten solcher Gruppen gehören Rauschgifthandel, Geldwäsche, Menschenhandel, Schutzgelderpressung, Waffenhandel und zunehmend auch Cyberkriminalität.

Der Aktionsplan, in dem bislang nicht im Detail ausbuchstabierte Vorschläge für gesetzliche Änderungen enthalten sind, sieht auch operative Maßnahmen vor und betrifft auf Ebene der Bundesbehörden vor allem Zoll und Bundeskriminalamt (BKA). Den Angaben zufolge soll ein gemeinsames Analyse- und Auswertungszentrum "Rauschgift" von BKA und Zollkriminalamt geschaffen werden sowie darauf aufbauend eine gemeinsame Ermittlungsgruppe entstehen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.