Elwira Nabiullina: Putin "obszön" beschimpft - Zentralbank-Chefin warnt vor "großen Problemen"
Wirtschaftliche Probleme im eigenen Land brachten nun offenbar die russische Zentralbank-Chefin Elwira Nabiullina auf die Palme. Gegenüber Wladimir Putin fand sie scharfe Worte, wie abgefangenen Telefonate zeigen.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Telefonate von russischer Zentralbank-Chefin abgefangen
- Elwira Nabiullina soll vor großen wirtschaftlichen Problemen in drei bis vier Monaten gewarnt haben
- Dabei beschimpfte sie laut Berichten Wladimir Putin in "obszöner Sprache"
Die Kosten für den Ukraine-Krieg sind weiterhin hoch, doch die heimische Wirtschaft schwächelt aufgrund westlicher Sanktionen: Wladimir Putin gerät im eigenen Land zunehmend unter Druck. Die Probleme führten aktuellen Berichten zufolge nun zu einem Wutausbruch der russischen Zentralbank-Leiterin Elwira Nabiullina.
Wladimir Putin beschimpft durch russische Zentralbank-Chefin laut Berichten
In vom ukrainischen Geheimdienst abgehörten Telefonaten, über die der"Daily Express"berichtet, soll Nabiullina ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage ihres Landes gezeichnet haben. Sie warnte dabei vor "großen Problemen" in den kommenden drei bis vier Monaten. Die oberste Währungshüterin wählte dabei offenbar "einen recht scharfen Ton". Während der Gespräche soll sie Putin in "obszöner Sprache" beschimpft haben, als sie vor dem wirtschaftlichen Kollaps warnte. Das sagte Wirtschaftswissenschaftler Ivan Us über die Aufnahmen im ukrainischen Fernsehsender Pryamiy TV. Nabiullinas Aussagen stehen auch im Kontrast zur offiziellen Kreml-Propaganda, die Russlands Wirtschaft als stabil darstellt.
Elwira Nabiullina warnt Kremlchef vor dem wirtschaftlichen Kollaps in Russland
Dem Experten zufolge würden auch andere hochrangige russische Beamte in privaten Gesprächen mit derben Worten über Putins Handlungen und deren wirtschaftliche Folgen sprechen. Der Kreml sei sich währenddessen der unausweichlichen Finanzkrise bewusst, obwohl er öffentlich das Gegenteil behauptet. Eine Stellungnahme aus Moskau sowie von der russischen Zentralbank fehlt bislang.
Westen will Druck auf Putin weiter erhöhen
Parallel zu den Enthüllungen über Russlands wirtschaftliche Schwierigkeiten verstärken westliche Staaten den Druck auf Moskaus Kriegswirtschaft. Großbritannien führt derzeit Gespräche mit europäischen Partnern über die mögliche Beschlagnahmung von Öltankern, die im Verdacht stehen, als Teil von Putins sogenannter "Schattenflotte" Sanktionen zu umgehen.
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gom/news.de/stg
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