Wladimir Putin: Mit "Säuberungen" auf Stalins Spuren - Kremlchef als "Nachahmer-Mörder" entlarvt
Wie brutal geht Wladimir Putin in Russland wirklich vor, um seine Macht zu sichern? Ein Historiker ist sich sicher: Der Kremlchef orientiert sich am sowjetischen Diktator Josef Stalin. Wie dieser würde Putin töten, um Widersacher einzuschüchtern.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Laut Professor Anthony Glees ist Wladimir Putin ein "Nachahmer-Mörder" des sowjetischen Diktators Josef Stalin
- Auch der Kremlchef versuche mit "Säuberungen" Widersacher einzuschüchtern
- Dabei würde er jedoch gezielter töten als Stalin
Bereits seit Ende der 90er-Jahre ist Wladimir Putin - mit kurzer Unterbrechung - russischer Präsident und führt das Land aktuell im autokratischen Stil. Berichten zufolge wird die Opposition im eigenen Land von seiner Regierung mitunter brutal niedergeschlagen. Kritiker, die sich gegen den Krieg in der Ukraine aussprechen, werden mundtot gemacht oder verhaftet. Zweifelhafte Todesfälle im Umfeld des Krieges ließen zudem immer wieder Spekulationen über mutmaßlich politisch motivierte Morde durch den Staat aufkommen. Ein Politikexperte vergleicht Putins Methoden nun sogar mit denjenigen des sowjetischen Diktators Josef Stalin.
Experte hält Wladimir Putin für einen "Nachahmer-Mörder" von Josef Stalin
Professor Anthony Glees von der University of Buckingham bezeichnet den Kreml-Chef als "Nachahmer-Mörder" von Stalin, dessen systematische Tötungen darauf abzielten, jeden potenziellen Widersacher einzuschüchtern und auszuschalten. Der entscheidende Unterschied zum historischen Vorbild: Putin habe erkannt, dass er "weitaus weniger Menschen töten muss, um denselben Effekt zu erzielen", erklärte Glees gegenüber dem "Daily Star". Stalins Säuberungen kosteten über eine Million Russen das Leben. Laut dem Historiker habe es Massenmorde an Menschen gegeben, "die größtenteils entweder völlig unschuldig waren oder ohne stichhaltige Beweise für potenzielle Feinde seines Terrorregimes gehalten wurden". Das brutale Vorgehen habe die Bevölkerung eingeschüchtert. Stalin konnte ungestraft eines natürlichen Todes sterben, wird auch heute noch in Teilen Russlands gelobt oder sogar verehrt. Ähnliches will laut Glees' Analyse nun auch Putin erreichen.
Wladimir Putin führe "Säuberungen im glamourösen Stil des 21. Jahrhunderts" durch
Die Strategie dahinter ist laut Glees ebenso kalkuliert wie brutal: Putin lässt bewusst sowohl Unschuldige als auch tatsächliche Gegner sterben – und verschont dabei auch Verbündete nicht. "Das ist revolutionärer Terror, der im Fernsehen übertragen wird; Säuberungen im glamourösen Stil des 21. Jahrhunderts", analysiert der Sicherheitsexperte. Die Botschaft des Kremlchefs sei unmissverständlich: Er werde rücksichtslos töten, um an der Macht zu bleiben. Doch er töte eben nicht jeden – und genau darin liege sein "goldenes Geheimnis". Bislang wage niemand, sich Putin entgegenzustellen. Denn es bestehe das Risiko, Reichtum zu verlieren.
Mysteriöse Todesfälle in Russland - was weiß Putin?
In welchem Ausmaß Wladimir Putin tatsächlich gezielt Menschen töten lässt, bleibt unklar. Doch es gibt Gerüchte: Seit Beginn des Ukraine-Kriegsstarben immer wieder führende russische Militärs, Geschäftsleute und Oligarchen unter rätselhaften Umständen. Sie stürzten aus Fenstern, fielen Treppen hinunter oder begingen angeblich Selbstmord.Der jüngste Fall betrifft Generalleutnant Wladimir Alexejew, 64 Jahre alt. Nach Einschätzung von Professor Glees wurde er "mit ziemlicher Sicherheit von seinen eigenen GRU-Leibwächtern in dem Wohnhaus erschossen, in dem er lebte".
Auch diese News aus Russland und zum Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:
- "Sohn der Oreschnik" - Pläne für seine neue Superwaffe enthüllt
- Demütigung für Putin - russische Raketenfabrik brennt nach Angriff
- Geheime Attentatspläne aufgedeckt - Ukraine zerschlägt ein russisches Killerkommando
- Europa in höchster Gefahr - Sorge vor Reaktionen auf einen Putin-Angriff
- "Bestrafung muss unvermeidlich sein" - Kremlchef irritiert vor Richtern mit bizarrer Rede
gom/hos/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.