Kim Jong-un: Nordkorea demonstriert Macht – Raketenparade sorgt für internationale Sorge
Kim Jong-un zeigt Nordkoreas Raketenarsenal in Pjöngjang. Die Machtdemonstration fällt zusammen mit dem Parteikongress und rückt seine Tochter als mögliche Nachfolgerin ins Rampenlicht.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Kim Jong-un präsentiert atomwaffenfähige Raketenwerfer bei Militärparade
- Reichweite der Waffen bedroht Südkorea, Signal an internationale Gegner
- Tochter Kim Ju-ae wird öffentlich stärker als potenzielle Nachfolgerin inszeniert
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Mit breitem Grinsen und demonstrativer Gelassenheit inszenierte sich Kim Jong-un bei einer aufwendig choreografierten Militärparade in Pjöngjang. Vor der Kulisse streng aufgereihter Soldaten und schwerer Technik ließ Nordkoreas Machthaber eine ganze Serie atomwaffenfähiger Raketenwerfer auffahren, also ein deutliches Signal an Freund und Feind.
Staatliche Medien zeigten Dutzende Abschussfahrzeuge, die in Reih und Glied über zentrale Plätze der Hauptstadt rollten. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Das Regime bereitet sich auf den alle fünf Jahre stattfindenden Parteikongress vor, bei dem neue strategische Leitlinien festgelegt werden.
Klare Worte von Kim Jong-un an die "unsichtbaren Feinde"
Während der Zeremonie sprach Kim laut "The Sun" von einer Waffe, deren Zerstörungskraft keiner weiteren Erklärung bedürfe. Laut Berichten nordkoreanischer Staatsmedien soll das System in der Lage sein, Ziele durch koordinierte Angriffe gleichzeitig zu treffen. Experten schätzen die Reichweite der gezeigten Raketenwerfer auf rund 250 Meilen, also genug, um weite Teile Südkoreas zu erreichen. Die Hauptstadt Seoul liegt nur wenige Dutzend Kilometer von der entmilitarisierten Zone entfernt. Beobachter werten die Parade als kalkulierte Abschreckung. In den vergangenen Monaten hatte Pjöngjang seine Raketentests deutlich intensiviert. Analysten vermuten dahinter nicht nur militärische Erprobung, sondern auch geopolitische Signalpolitik.
Propaganda auf Hochtouren vor Parteitag
Der anstehende Parteikongress gilt als wichtiges innenpolitisches Ereignis. In dieser Phase laufen Nordkoreas Propagandakanäle traditionell auf Hochtouren. Berichten zufolge sollen Rüstungsbetriebe angewiesen worden sein, Produktion und Modernisierung weiter zu beschleunigen. Parallel dazu beobachtet die internationale Gemeinschaft gemeinsame Militärübungen anderer Staaten in der Region, darunter Manöver im Golf von Oman und im nördlichen Indischen Ozean. Die globale Sicherheitslage bleibt angespannt.
Tochter rückt stärker ins Rampenlicht
Neben dem Waffenspektakel sorgte zuletzt auch Kims familiäre Inszenierung für Schlagzeilen. Südkoreanische Geheimdienstkreise gehen davon aus, dass seine Tochter Kim Ju-ae zunehmend als mögliche Nachfolgerin aufgebaut wird. Seit ihrem ersten öffentlichen Auftritt bei einem Raketentest im Jahr 2022 begleitet sie ihren Vater regelmäßig zu Militärveranstaltungen und Staatsbanketten. Ihre wachsende Präsenz wird als Hinweis gewertet, dass das Regime langfristig an einer dynastischen Fortführung der Macht festhält.
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mlk/news.de
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