Donald Trump: Krisenalarm beim Heimatschutz – Kristi Noem stoppt Rettungseinsatz für Abschiebung

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem soll ein Küstenwachen-Flugzeug aus einer Rettungsmission abgezogen haben, um Abschiebungen Priorität zu geben. Der Vorfall sorgt intern für massive Spannungen.

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Donald Trump: US-Heimatschutzministerin Kristi Noem gerät erneut in einen Sturm der Kritik (Foto) Suche
Donald Trump: US-Heimatschutzministerin Kristi Noem gerät erneut in einen Sturm der Kritik Bild: picture alliance/dpa | Susan Walsh
  • Donald Trumps Heimatschutzministerin hat Suchaktion umdirigiert
  • DHS bestreitet Einfluss auf Rettungseinsatz
  • Kulturkonflikt bei der Küstenwache eskaliert wegen Kristi Noem

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Nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt geriet Kristi Noem offenbar in einen brisanten Konflikt mit der US-Küstenwache. Wie mehrere Insider gegenüber NBC News schilderten, soll die Heimatschutzministerin angeordnet haben, ein Flugzeug aus einer laufenden Suchaktion abzuziehen, um einen Abschiebeflug sicherzustellen. Hintergrund war das Verschwinden eines 23-jährigen Küstenwächters, der Anfang Februar 2025 vom Kutter "Waesche" in den Pazifik gestürzt war. Schiffe und Flugzeuge waren im Großeinsatz, um den jungen Mann zu finden.

C-130 im Fokus der Entscheidung von Kristi Noem

Nach Beginn der Suche wurde Noem "Raw Story" zufolge darüber informiert, dass eine C-130-Maschine der Küstenwache beteiligt war. Genau dieses Flugzeug war jedoch auch für einen Transport festgenommener Migranten von Kalifornien nach Texas vorgesehen. Laut übereinstimmenden Aussagen mehrerer Beamter habe Noem den amtierenden Kommandanten Admiral Kevin Lunday mündlich angewiesen, die Maschine für den Abschiebeflug freizugeben. Das Flugzeug sei daraufhin zunächst nach San Diego zurückbeordert worden. Kurz darauf organisierte das regionale Kommando Ersatzmaschinen, sodass die C-130 wieder zur Suchmission zurückkehren konnte.

190 Stunden Suche – kein Ergebnis

Die Rettungsaktion dauerte insgesamt rund 190 Stunden und umfasste ein Gebiet von etwa 19.000 Quadratmeilen. Der vermisste Küstenwächter wurde nicht gefunden. Ob die kurzfristige Umplanung Einfluss auf den Verlauf der Suche hatte, ist unklar. Das Heimatschutzministerium betonte in einer Stellungnahme, die Maschine habe die Rettungsmission faktisch nicht verlassen. Kritiker innerhalb der Behörde widersprechen dieser Darstellung jedoch.

Kulturwandel sorgt für Spannungen

Der Vorfall offenbart offenbar tiefergehende Differenzen. Unter Präsident Donald Trump hat sich der Schwerpunkt des Heimatschutzministeriums deutlich in Richtung Grenzsicherung und Abschiebungen verschoben. Ein ehemaliger Küstenwachen-Beamter sprach von einem grundlegenden Rollenwechsel. Früher habe die Suche und Rettung oberste Priorität gehabt, nun dominiere die Migrationspolitik den Alltag. Die Stimmung in der Behörde sei angespannt, heißt es aus internen Kreisen.

Politischer Druck wächst - auch auf Donald Trump

Für Noem, die von Trump an die Spitze des Ministeriums berufen wurde, ist es nicht der erste kontroverse Moment im Amt. Der Umgang mit militärischen Ressourcen im Kontext von Abschiebungen dürfte die Debatte über ihre Führungsrolle weiter anheizen. Ob der Vorfall personelle oder politische Konsequenzen haben wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Balance zwischen humanitärem Auftrag und harter Migrationspolitik steht zunehmend im Mittelpunkt der Kritik.

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