Paris: Bombenalarm: Parteizentrale der französischen Linken geräumt
Nach einer Bombendrohung muss die Zentrale von „La France Insoumise“ in Paris geräumt werden. Hintergrund sind politische Spannungen nach dem Tod eines rechten Aktivisten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die nach dem gewaltsamen Tod eines rechten Aktivisten unter Druck geratene französische Linkspartei meldet eine Bombendrohung gegen ihre Zentrale in Paris. "Der nationale Sitz der Partei „La France Insoumise“ wurde aufgrund einer Bombendrohung evakuiert", teilte der Koordinator der Linkspartei (LFI), Manuel Bompard, mit. Die Polizei sei vor Ort und alle Mitarbeiter und Aktivisten seien in Sicherheit. Beamte rückten demnach mit Hunden an, um der gemeldeten Bombendrohung nachzugehen.
Am Vorabend war bekannt geworden, dass sich unter den nach dem Tod des Aktivisten am Rande einer ihrer Wahlkampfveranstaltungen festgenommenen Tatverdächtigen ein parlamentarischer Assistent eines LFI-Abgeordneten befindet – nun pochen andere Parteien auf Konsequenzen. Die Regierungssprecherin verlangte einen vorübergehenden Rückzug des Abgeordneten, für den der Assistent gearbeitet hat. Das rechte Rassemblement National forderte seinen Rücktritt. Premierminister Sébastien Lecornu verlangte von der Linkspartei: "In ihren Reihen muss aufgeräumt werden. Und zwar schnell."
Linksabgeordneter spricht von Verleumdungen
Der LFI-Abgeordnete Paul Vannier bezeichnete die Kritiker als "unverantwortliche Brandstifter". "All diejenigen, die aus politischer Niedertracht ihre Verleumdungen gegen LFI richten, (...) sind für die Welle der Gewalt verantwortlich, deren Opfer wir sind."
Einen Monat vor den Kommunalwahlen in Frankreich heizt der Vorfall die politischen Spannungen an. Konservative und rechte Politiker mutmaßen, dass ein linksradikaler Schlägertrupp mit Verbindungen zur Linkspartei den Aktivisten am Rande einer rechten Kundgebung gegen den Auftritt der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan in Lyon erschlug. Wie die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, wurden inzwischen elf Tatverdächtige festgenommen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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