Unfall: Steinmeier gedenkt der Opfer des Explosionsunglücks in Beirut
Die Folgen der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut 2020 sind bis heute zu sehen. Bundespräsident Steinmeier besucht den Ort am zweiten Tag seines Besuchs im Libanon.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben im Hafen von Beirut der Opfer des Explosionsunglücks vom August 2020 gedacht. Sie legten an einer Gedenktafel am Ort der Katastrophe Sträuße aus weißen Rosen mit schwarz-rot-goldenen Schleifen nieder.
Bei der Explosion waren am 4. August 2020 mehr als 200 Menschen getötet und rund 6000 verletzt worden. Auch zwei Deutsche starben. Große Teile des Hafens und der anliegenden Wohngebiete wurden zerstört. Zu der Katastrophe kam es, als sich Hunderte Tonnen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat entzündeten. Sie waren über Jahre hinweg ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert worden.
Die Explosion war eine der größten nichtnuklearen Explosionen weltweit. Die Spuren des Unglücks sind bis heute zu sehen. Wie ein Mahnmal ragt das stark beschädigte ehemalige Getreidesilo in die Luft. Schuttberge liegen noch immer im Hafen. Bislang wurde kein Verantwortlicher verurteilt. Die schwere Wirtschaftskrise im Libanon wurde durch die Explosion und ihre Folgen weiter verschärft.
Steinmeier: Libanon muss Vertrauen für Investoren schaffen
Zu den Möglichkeiten deutscher wirtschaftlicher Unterstützung sagte Steinmeier: "Ich bin mir sicher, dass der Libanon den Grundfundus hat, attraktiv genug ist, um ausländische Investitionen anzuziehen." Für stärkere Investitionen aus dem Ausland müsse der Libanon aber erst die Maßgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) befolgen und nachprüfbar einen Weg entwickeln, wie er mit solchen Investitionen umgeht. "Vertrauen ist zu schaffen."
Steinmeier und Büdenbender sprachen im Hafen mit einem Augenzeugen der Explosion. Anschließend schauten sie sich ein wieder aufgebautes, unter Denkmalschutz stehendes Wohnhaus an.
Der Bundespräsident wollte am Nachmittag nach Jordanien weiterfliegen. Dort ist unter anderem ein Treffen mit König Abdullah II. geplant.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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