Donald Trump: Analyst deckt "schlimmstes Detail" von US-Präsident im Epstein-Skandal auf
Nur ein Bruchteil der Epstein-Akten ist veröffentlicht, obwohl der Kongress Transparenz verlangte. Ein US-Analyst wirft der Trump-Regierung nun vor, das Thema im Wahlkampf genutzt und später bewusst blockiert zu haben.
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein - Uhr
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- Kongress forderte vollständige Offenlegung der Epstein-Akten
- Kritiker sprechen von politischer Blockade durch Donald Trump und Regierung
- Vorwürfe von Marjorie Taylor Greene gegen Donald Trump
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Die Veröffentlichung der Akten im Fall Jeffrey Epstein sorgt erneut für politischen Zündstoff in Washington. Ein progressiver Kommentator spricht nun vom "schlimmsten Aspekt" im Umgang der Regierung von Donald Trump mit den brisanten Dokumenten.
Gesetz beschlossen, doch kaum Akten veröffentlicht
Bereits im Dezember hatte der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, das die Regierung zur Offenlegung sämtlicher in ihrem Besitz befindlichen Epstein-Unterlagen verpflichtet. Trotz dieser klaren Vorgabe wurden bislang nur rund zwei Prozent der Dokumente zugänglich gemacht. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte zudem, dass keine weiteren Akten veröffentlicht und auch keine zusätzlichen Anklagen gegen in den Unterlagen genannte Personen erhoben werden sollen. Diese Entscheidung stößt bei Kritikern auf massiven Widerstand.
Podcast-Kritik: "Nie echte Transparenz geplant"
In seinem Podcast "No Lie" rechnet der politische Analyst Brian Tyler Cohen nun mit der Regierung ab. Seiner Einschätzung nach habe es nie eine ernsthafte Absicht gegeben, vollständige Transparenz herzustellen. Stattdessen sei das Thema im Wahlkampf instrumentalisiert worden.
Cohen argumentiert, die Epstein-Akten seien genutzt worden, um Wähler zu mobilisieren. Nach dem Wahlsieg jedoch sei das Versprechen umfassender Aufklärung faktisch fallen gelassen worden.
Druck aus den eigenen Reihen von Donald Trump
Für zusätzliche Brisanz sorgen Aussagen der republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. In einem Interview erklärte sie, lediglich vier Republikaner hätten eine Petition zur vollständigen Freigabe der Akten unterzeichnet. Neben ihr selbst seien dies Thomas Massie, Lauren Boebert und Nancy Mace gewesen. Greene schilderte zudem, dass es im Vorfeld erheblichen Druck aus dem Weißen Haus und von der republikanischen Führung gegeben habe, die Unterstützung für die Petition zurückzuziehen. Auch mit Trump selbst sei es deswegen zu Spannungen gekommen.
Schutz für Verbündete durch Donald Trump und die Regierung?
Im Mittelpunkt der Kritik steht der Vorwurf, die Zurückhaltung bei der Veröffentlichung diene dem Schutz einflussreicher Personen, die in den Akten erwähnt werden. Cohen formuliert es in seinem Podcast drastisch: Das eigentlich Erschreckende sei, dass im Nachhinein deutlich werde, dass nie ernsthaft gegen das Problem vorgegangen werden sollte, mit dem zuvor politisch Stimmung gemacht worden sei. Seiner Ansicht nach stehe hinter dem Verhalten ein Muster. Populistische Versprechen würden genutzt, um Unterstützung zu gewinnen. Sobald es jedoch konkret werde, rückten mächtige und wohlhabende Netzwerke in den Vordergrund.
Politische Blockade mit Signalwirkung
Der Umgang mit den Epstein-Dokumenten zeigt, wie stark das Thema parteipolitisch aufgeladen ist. Während Kritiker Transparenz fordern, bleibt die Regierung bei ihrer Linie. Für Brian Tyler Cohen steht fest: Die Priorität liege nicht bei vollständiger Aufklärung, sondern beim Schutz politischer Verbündeter. Ob sich der Druck auf die Regierung weiter erhöht, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob zusätzliche Informationen doch noch ans Licht kommen.
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mlk/news.de
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