Wolodymyr Selenskyj: Selenskyj kündigt neue Treffen mit Partnern an

Mit den Partnern der Ukraine soll es bald um Energie gehen, sagt der ukrainische Präsident Selenskyj. Vor der neuen Verhandlungsrunde mit Moskau und Washington macht er Kiews Prioritäten deutlich.

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht im Präsidentenpalast. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht im Präsidentenpalast. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für diese Woche neue Gespräche der Ukraine-Unterstützer in Frankreich angekündigt – mit dem Fokus Energieversorgung. Bei dem Treffen im sogenannten Ramstein-Format sind die G7-Staaten, Partner aus Nordeuropa und dem Baltikum dabei, wie er mitteilte. Explizit nannte er auch Minister aus den USA, Kanada und der EU.

Russland greift in diesem Winter systematisch und massiv das Energiesystem der Ukraine an. Millionen Menschen sind von stundenlangen Ausfällen der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung betroffen. Die Ankündigung kommt einen Tag vor einer neuen geplanten Verhandlungsrunde mit Russland und den USA über eine Beendigung des seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs in Genf.

Selenskyj will zuerst Sicherheitsgarantien

Selenskyj bekräftigte in sozialen Medien auch, dass er Gebietsabtretungen an Russland für den falschen Weg hält und pochte auf Sicherheitsgarantien von den USA. "Es ist ein großer Fehler, dem Aggressor zu erlauben, etwas wegzunehmen", schrieb er. Die Ukraine sei zu Kompromissen bereit, das bedeute aber nicht, dass sie Gebiete abgebe. Sie sei nicht zu einem Kompromiss bereit, der es Russland ermögliche, sich zu erholen und schnell wiederzukommen und die Ukraine zu besetzen.

"Und unsere amerikanischen Freunde bereiten Sicherheitsgarantien vor", schrieb er. "Aber sie sagten: Erst dieser Tausch der Territorien oder etwas in der Art, und dann Sicherheitsgarantien." Er aber wolle zuerst Sicherheitsgarantien bekommen. Man könne jetzt ein Dokument unterzeichnen, und es wäre ein starkes Zeichen an die Menschen, schrieb Selenskyj.

Bei der Sicherheitskonferenz in München hatte Selenskyj gesagt, dass Washington einen Zeitraum von 15 Jahren angeboten habe, während Kiew mindestens eine 20 Jahre währende Garantie haben möchte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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