Toter Kremlgegner: Kreml weist Vergiftungsvorwurf nach Tod Nawalnys zurück

Am Rande der Sicherheitskonferenz gab Außenminister Wadephul bekannt, der Kremlgegner Nawalny sei vor zwei Jahren vergiftet worden. Russland weist das entschieden zurück.

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Der Kreml weist Vorwürfe unter anderem von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu einer angeblichen Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny vor zwei Jahren im Straflager "entschieden" zurück. "Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht, wir sind mit ihnen nicht einverstanden, wir halten sie für voreingenommen und unbegründet,", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Laut Wadephul soll Nawalny mit dem Gift eines Pfeilgiftfrosches getötet worden sein.

Derweil besuchen viele Menschen, darunter Nawalnys Mutter, in Moskau das Grab des vor zwei Jahren im Straflager zu Tode gequälten Kritikers von Kremlchef Wladimir Putin. Der Todestag jährt sich heute zum zweiten Mal - viele Menschen kommen schon seit dem Morgen trotz Schneesturms zum Borissowskoje-Friedhof in der russischen Hauptstadt.

Russland sprach von natürlicher Todesursache

Julia Nawalnaja, die Witwe des Politikers, lebt im Exil im Ausland und wirft Putin Mord vor. Sie hatte am Samstag in München mit Wadephul am Rande der Sicherheitskonferenz Laborergebnisse bekanntgegeben, denen zufolge ihr Mann mit einem Nervengift getötet worden sein soll. Wadephul zeigte sich schockiert, er sprach von Vergiftung. Nur der russische Staat habe die Mittel und die Möglichkeit gehabt, den Oppositionellen zu vergiften, sagte er.

Die russischen Behörden behaupten, dass Nawalny eines natürlichen Todes gestorben sei. Sie hatten seine Leiche trotz Bitten von Nawalnys Mutter tagelang nicht herausgegeben. Deshalb wurde befürchtet, dass etwaige Giftspuren womöglich nicht mehr nachgewiesen werden können. Unklar ist, wie die Gewebeproben Nawalnys in den Westen gelangt sind.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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