Donald Trump: US-Präsident droht mit Angriff - Irans Kronprinz für "militärische Intervention"
Ein iranischer Kronprinz fordert einen US-Militärschlag gegen das iranische Regime, während auch Donald Trump mit einem Angriff droht. Der US-Präsident will die US-Präsenz in der Region verstärken und einen weiteren Flugzeugträger in den Nahen Osten verlegen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
Suche
- Donald Trump droht Iran mit Angriff.
- Iranischer Kronprinz fordert vom Westen Angriff auf das Iran-Regime.
- Oppositioneller spricht von Völkermord: Iran spielt auf Zeit.
- Trump formiert US-Armada im Nahen Osten.
Der Iran-Konflikt hält an. US-Präsident Donald Trump hat einen Machtwechsel in Teheran als wünschenswert bezeichnet. "Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte", erklärte er nach einem Besuch auf einem Militärstützpunkt in North Carolina. Gleichzeitig drohte Trump mit einem Angriff auf den Iran. Nur ein Abkommen könne dies verhindern: "Wenn sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun." Bisher habe Teheran viel geredet, aber nichts getan. Auch derDer prominenteste iranische Oppositionellefordert ebenfalls Schritte gegen das iranische Regime und richtet einen drastischen Appell an den Westen.
Iranischer Kronprinz fordert Trump auf: Militärschlag als "Rettungsmission"
Kronprinz Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, rief abseits der Münchner Sicherheitskonferenz im Podcast "MD MEETS" von Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner zu einem Militärschlag gegen das Mullah-Regime auf. Die Iraner "erwarten eine militärische Intervention, die die Unterdrückungsinstrumente des Regimes ins Visier nimmt", erklärte Pahlavi. Er bezeichnete einen solchen Einsatz als "humanitäre Intervention" und verglich ihn mit einer "Rettungsmission". Ohne militärisches Eingreifen gegen die Führung und den Repressionsapparat sei ein Wandel im Iran unmöglich.
Iranischer Oppositioneller spricht von "Völkermord"
Pahlavi erhob schwere Vorwürfe gegen das iranische Regime. "Das Regime hat die Menschen mit militärischen Waffen, mit militärischen Gewehren auf den Straßen massakriert", sagte er. In den Gefängnissen gehe das Blutvergießen weiter. "Sie vergewaltigen die Frauen. Sie töten die verletzten Menschen in den Krankenhaus-Betten."
Die Zahlen, die der Kronprinz nannte, sind erschütternd: Mehr als 300.000 Verletzte, über 40.000 Inhaftierte und mindestens 36.000 Tote. Pahlavi sprach von einem Völkermord an der eigenen Bevölkerung. "Es gibt keine andere Wahl, als zu intervenieren und den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu befreien", betonte er. Allein könnten die Iraner angesichts der massiven Unterdrückung und der Tötungen nichts ausrichten.
Pahlavi glaubt nicht an Lösung: Iran will Zeit kaufen
An eine diplomatische Lösung glaubt Pahlavi nicht. Die USA wollten zwar ein Abkommen, doch Teheran spiele auf Zeit – wie schon seit vier Jahrzehnten. "Sie haben immer Zeit gekauft, indem sie vorgaben, dass sie reden möchten", warnte er. "Lassen Sie uns nicht wieder darauf reinfallen." Was auch immer Washington fordere, das Regime werde "nicht einmal in die Nähe dessen kommen, was von ihnen verlangt wird", so seine Einschätzung. Auch die europäische Politik kritisierte er scharf: Europa habe dem Regime immer wieder "eine Rettungsleine zugeworfen" in der Hoffnung auf Verhaltensänderungen. "Das funktioniert nicht mehr."
Parallel zur Sicherheitskonferenz findet am Samstag in München ein Großprotest iranischer Oppositioneller statt. Pahlavi hat dazu aufgerufen, bis zu 100.000 Teilnehmer werden erwartet.
Trumps Vorstoß: US-Armada formiert sich im Nahen Osten
Die militärische Drohkulisse der USA nimmt konkrete Formen an. Seit Wochen baut Trump die amerikanische Präsenz in der Region massiv aus. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln befindet sich bereits in der Nähe des Iran.
Nun bestätigte der US-Präsident, dass ein zweiter Flugzeugträger folgen wird. Medienberichten zufolge handelt es sich um die USS Gerald R. Ford – das modernste Schiff dieser Klasse in der US-Marine. Zusätzlich wurden weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader in die Region verlegt. Pahlavi spielte die Drohungen des Regimes herunter, im Angriffsfall gegen US-Truppen und Israel vorzugehen. Er sprach von "großem Säbelrasseln" und bezweifelte, dass Teheran handlungsfähig sei – "insbesondere, da die Armada bereit steht".
Nach Informationen von "Axios" steht am Dienstag eine neue Verhandlungsrunde in Genf an. Auf US-Seite sollen erneut Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen. Die iranische Delegation wird voraussichtlich wieder von Außenminister Abbas Araghtschi angeführt.
Weitere lesenswerte News rund um die US-Außenpolitik von Donald Trump:
- Tödlicher Raketenangriff auf US-Armada - Iran droht mit Propagandavideo
- Ihm hat der Ton nicht gefallen - deshalb erhöht er die Zölle
- Er wirft sich vor Putin "auf die Knie - scharfe Kritik für Ukraine-Forderung
bos/news.de/dpa
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.