Donald Trump: Professor ruft zum Widerstand auf - ist der US-Präsident so zu stoppen?
Wie kann man US-Präsident Donald Trump empfindlich treffen? Ein Marketing-Professor stellte dazu eine neue Initiative vor. Sie richtet sich gegen Tech-Konzerne, von denen Trump finanziell abhängig ist.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Marketing-Professor Scott Galloway stellt Initiative gegen Tech-Konzerne vor, um Donald Trump zu schaden
- Kunden könnten Abos bei Unternehmen wie Apple, Meta und X kündigen, damit der US-Präsident Geld-Probleme bekommt
- Weißes Haus spricht von "Cancel Culture"
Die Politik von Donald Trump steht sowohl national als auch international stark in der Kritik. Viele fragen sich deshalb, wie man den US-Präsidenten möglicherweise vor weiteren umstrittenen Aktionen stoppen könnte. Marketing-Professor Scott Galloway von der NYU Stern School of Business hat nun eine Idee.
Donald Trump durch "Wirtschaftsstreik" zu stoppen? Professor ruft zum Widerstand auf
Galloway hat eine neue Kampagne ins Leben gerufen, die Trump an seiner verwundbarsten Stelle treffen soll: dem Geldbeutel der Tech-Giganten. Der 61-jährige Unternehmer und Podcast-Moderator ruft zu einem "Wirtschaftsstreik" unter dem Motto "Resist and Unsubscribe" (Widerstand leisten und kündigen) auf. Auslöser war das harte Vorgehen der Einwanderungsbehörde in Minneapolis mit tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger.
Kündigungen bei Tech-Konzernen könnten finanzielle Probleme für den US-Präsidenten bringen
Die Initiative soll sich gegen Konzerne mit besonderem Einfluss auf die nationale Wirtschaft und den Präsidenten richten -darunter Jeff Bezos' Amazon, Tim Cooks Apple, Mark Zuckerbergs Meta, Sam Altmans OpenAI und Elon Musks X. "Diese Unternehmen reagieren sehr sensibel auf Wachstumsraten und Wachstumsprognosen", so Galloway. Er empfiehlt den Kunden: "Der einfachste Weg, möglicherweise Kosten zu sparen und gleichzeitig eine große Wirkung zu erzielen und den Märkten, Trump und der Öffentlichkeit zu signalisieren, dass sie etwas bewirken können, ist Widerstand zu leisten und die Abonnements zu kündigen."
Im "Daily Beast Podcast" erklärte der Professor, dass Trump schließlich von dem Geld der Tech-Unternehmen abhängig sei, verwies unter anderem auf ihre Finanzspritzen beim Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus. Galloway glaubt, dass die Unternehmen jedoch durch wirtschaftliche Einbußen ihre Unterstützung für die amtierende US-Regierung überdenken könnten: "Man muss sie dort treffen, wo es weh tut. Und das betrifft den Aktionärswert und das sinkende Abonnentenwachstum."
Als Präzedenzfall verweist Galloway auf Disney: Nach der Suspendierung von Jimmy Kimmels Late-Night-Show im vergangenen Jahr verdoppelten sich die Kündigungen bei Disney+ und Hulu. Der Comedian kehrte innerhalb einer Woche zurück, nachdem Zuschauer massiv protestiert hatten.
Trump-Regierung empört über "Cancel Culture"
Die Trump-Administration reagierte prompt auf Galloways Initiative. Kush Desai, Sprecher des Weißen Hauses sagte:
- "Die Amerikaner haben die Cancel Culture mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, als sie Präsident Trump am Wahltag mit einem klaren Mandat wiedergewählt haben."
Das Weiße Haus betonte zudem die engen Beziehungen zur Wirtschaft. Führende Unternehmensvertreter würden sich regelmäßig an den Präsidenten wenden, weil sie in ihm einen wirtschaftsfreundlichen Verbündeten sähen.
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