Eirik Kristoffersen: Für Russland "weiterhin eine Option" - Nato-General warnt vor Putin-Angriff
Könnte Norwegen zum nächsten Ziel von Wladimir Putin werden? Eirik Kristoffersen, Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Nato-Staates, hält dies für möglich - aus einem ganz bestimmten Grund.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Norwegens Verteidigungschef Eirik Kristoffersen warnt vor möglicher russischer Invasion
- Wladimir Putin könnte sein Land ins Visier nehmen, um Atomwaffenarsenal auf Halbinsel Kola zu schützen
- Bedrohung für Norwegen sei dennoch nicht so groß wie für andere Staaten
Die bisherigen Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew endeten bislang weitgehend ergebnislos. Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine fort und ist weiterhin nicht zu einer dauerhaften Waffenruhe bereit. Die Angst, dass sich der Konflikt künftig auf weitere europäische Länder ausweiten könnte, bleibt. Nun warnt der Verteidigungschef des Nato-Mitgliedsstaates Norwegen vor Putins möglichen Ambitionen.
Nato-General Eirik Kristoffersen warnt vor russischem Angriff auf Norwegen
Gegenüber dem "Guardian" warnte Eirik Kristoffersen davor, dass sein Land Ziel einer weiteren russischen Invasion werden könnte. Schließlich befinde sich ein Großteil des russischen Atomwaffenarsenals auf der Kola-Halbinsel und damit in unmittelbarer Nähe zur norwegischen Grenze: "Wir schließen eine Landnahme durch Russland im Rahmen ihrer Strategie zum Schutz ihrer eigenen nuklearen Fähigkeiten nicht aus - das Einzige, was ihnen noch bleibt, um die Vereinigten Staaten tatsächlich zu bedrohen", so der Befehlshaber der norwegischen Streitkräfte.
In an interview with the Guardian, General Eirik Kristoffersen believes that Russia's "nuclear capabilities" are "the only thing" that "really threatens the United States". pic.twitter.com/qu21glbFBY
— Sprinter Press (@SprinterPress) February 10, 2026
Wladimir Putin könnte Atomwaffenarsenal auf Halbinsel Kola schützen wollen
Russland hat auf der Kola-Halbinsel unter anderemAtom-U-Boote, landgestützte Raketen und atomwaffenfähige Flugzeuge stationiert. Im Falle eines bewaffneten Konflikts mit der Nato könnte Moskau Maßnahmen zum Schutz dieser Waffen ergreifen: "Wir schließen diese Möglichkeit nicht aus, da sie für Russland weiterhin eine Option darstellt, um seine nuklearen Fähigkeiten und seine Zweitschlagfähigkeit zu sichern. Für dieses Szenario planen wir im hohen Norden", so Kristoffersen weiter.
Nato-Staat bereitet sich auf russische Invasion vor
Konkret geht es um die Vorbereitung auf mögliche Sabotageakte sowie hybride Angriffe. Kristoffersen betonte im "Guardian"-Interview zudem, dass Norwegen nicht im selben Maße ein Eroberungsziel für Russland darstelle wie die Ukraine oder andere ehemalige Sowjetstaaten. Die Bedrohungslage sei eine andere, aber keineswegs zu unterschätzen.
Bislang beruhten Luftraumverletzungen durch Russland über norwegischem Gebiet auf "Missverständnissen", fügte der General hinzu: "Sie haben das zwar nicht gesagt, aber wir beobachten, dass Luftraumverletzungen meist auf mangelnde Erfahrung der Piloten zurückzuführen sind. Im Gespräch mit den Russen reagieren diese stets sehr professionell und berechenbar."
Norwegen und Russland stünden zudem weiterhin in direktem Kontakt, um gemeinsam Such- und Rettungsmissionen in der Barentssee - einem Randmeer des Arktischen Ozeans zwischen den beiden Ländern - durchzuführen.
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gom/bua/news.de/stg
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