Donald Trump: 200 US-Soldaten entsendet – Trump eskaliert auf afrikanischem Boden

US-Präsident Donald Trump rüttelt am nächsten globalen Konflikt. Die US-Regierung kündigt an, die bereits stationierten Truppen in Nigeria mit 200 Soldaten verstärken zu wollen im Kampf gegen islamistische Aufstände. 

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Donald Trump macht Nigeria im Kampf gegen islamistische Extremisten weiter Druck. (Foto) Suche
Donald Trump macht Nigeria im Kampf gegen islamistische Extremisten weiter Druck. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Donald Trump schickt 200 Soldaten nach Nigeria
  • Terrorbekämpfung gegen islamistische Extremisten
  • US-Präsident spricht von "Völkermord" und droht der Regierung

Donald Trump schickt 200 Soldaten nach Nigeria, um den Kampf gegen islamistische Extremisten zu unterstützen. Die Truppen sollen in den kommenden Wochen eintreffen und im ganzen Land stationiert werden, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

US-Truppen in Nigeria - keine Kampfhandlung

Die amerikanischen Kräfte werden jedoch nicht direkt an Kampfhandlungen teilnehmen. "Die US-Truppen werden nicht in direkte Kämpfe oder Operationen involviert sein", erklärte Generalmajor Samaila Uba, Sprecher der nigerianischen Streitkräfte gegenüber den Medien. Stattdessen sollen sie einheimische Soldaten ausbilden und technische Hilfe leisten.

Die Entsendung folgt auf scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump an der nigerianischen Regierung. Er hatte dem Land vorgeworfen, Christen nicht ausreichend vor Terroranschlägen zu schützen.

Donald Trump: Er warf Nigeria "Völkermord" an Christen vor

Ende vergangenen Jahres erhob der US-Präsident schwere Anschuldigungen gegen die nigerianischen Behörden. Trump warf ihnen vor, bei einem "Völkermord" an Christen wegzuschauen. Die Terrorgruppen Boko Haram und der Islamische Staat in Westafrika haben seit 2025 Dutzende Militärstützpunkte in Nigeria angegriffen.

Trump drohte damals mit drastischen Konsequenzen. Er kündigte an, amerikanische Streitkräfte mit voller Feuerkraft ins Land zu schicken, um die islamistischen Milizen auszulöschen. Zudem stellte er in Aussicht, US-Hilfsgelder für Nigeria zu streichen, sollte die Verfolgung von Christen weiter geduldet werden.

Tinubu weist Anschuldigungen zurück

Nigerias Staatschef Bola Ahmed Tinubu reagierte ablehnend auf die Vorwürfe aus Washington. Er wies Trumps Behauptungen entschieden zurück.

Dennoch registrieren amerikanische Regierungsvertreter eine gestiegene Bereitschaft zur Zusammenarbeit seitens Nigeria. Nach der öffentlichen Kritik des US-Präsidenten zeige sich das Land offener für gemeinsame Antiterror-Maßnahmen.

Die Initiative für zusätzliche militärische Hilfe ging dabei von Nigeria selbst aus. "Nigeria hat um die zusätzliche amerikanische Unterstützung gebeten", bestätigte Militärsprecher Uba. Die bereits im Land stationierten US-Kräfte helfen den einheimischen Truppen, Geheimdienstinformationen für gezielte Militärschläge zu nutzen.

US-Kriegsschiff feuerte Raketen auf mutmaßliche Terrorlager

Bereits an Weihnachten kam es zu einem direkten amerikanischen Militäreinsatz in Nigeria. Mit Zustimmung der nigerianischen Regierung beschoss ein US-Kriegsschiff zwei mutmaßliche Lager des Islamischen Staates mit mehr als einem Dutzend Raketen.

Militärsprecher Uba bestätigte den Erfolg der Operation, ohne konkrete Opferzahlen zu nennen. "Ich kann bestätigen, dass das Ziel erreicht wurde", sagte er.

Ein Sprecher des US-Afrikakommandos betonte die Dringlichkeit des Engagements: "Die terroristischen Aktivitäten in Westafrika – und speziell in Nigeria – bereiten uns große Sorgen. Wir wollen mit fähigen und willigen Partnern zusammenarbeiten, die diese gemeinsamen Sicherheitsbedenken angehen können."

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/bos/news.de/stg

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