Donald Trump: Ohne dieses Lebenselixier ist "The Don" am Ende

Trotz Eskapaden, die andere Politiker längst den Job gekostet hätten, sitzt Donald Trump weiter fest im Sattel. Der frühere CNN-Journalist Jim Acosta hat nun einen Vorschlag, wie man dem US-Präsidenten spielend leicht das Lebenselixier entziehen könnte.

Erstellt von - Uhr

Umringt von Reportern fühlt sich Donald Trump am wohlsten - diese Gier nach Aufmerksamkeit könnte dem US-Präsidenten jedoch das Genick brechen. (Foto) Suche
Umringt von Reportern fühlt sich Donald Trump am wohlsten - diese Gier nach Aufmerksamkeit könnte dem US-Präsidenten jedoch das Genick brechen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Druck auf Donald Trump wächst vor Zwischenwahlen in den USA
  • Pressevertreter im Visier des US-Präsidenten: Berichte über Festnahmen
  • Kritiker will Donald Trump das nehmen, was er zum Überleben unbedingt braucht

Seit dem 20. Januar 2025, jenem Tag, an dem Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ablegte und als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ins Weiße Haus nach Washington zurückkehrte, ist die Welt vor Eskapaden des Republikaners nicht mehr sicher. Und trotz Fehltritten, die andere Politiker längst ihren Job gekostet hätten, sieht sich "The Don" bis heute nicht mit einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert.

Donald Trump außer Rand und Band: In der zweiten Amtszeit jagt ein Skandal den anderen

Wenn "The Don" nicht gerade mit Militär-Aktionen wie dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Maduro für Aufsehen sorgt, mit exorbitanten Strafzoll-Ankündigungen um sich wirft oder Pressevertreter im Weißen Haus anblafft, sorgen wahlweise nächtliche Social-Media-Orgien des Präsidenten oder Gerüchte um Trumps Gesundheitszustand für Rauschen im Blätterwald. Kurzum: Donald Trump ist aus dem täglichen Nachrichtengeschehen nicht mehr wegzudenken und scheint die mediale Aufmerksamkeit wie die Luft zum Atem zu brauchen, um zu überleben.

Donald Trump als Dauergast in den Medien - Aufmerksamkeit ist sein Lebenselixier

Für den früheren CNN-Journalist Jim Acosta ist dieser Umstand eine Steilvorlage, die den Pressevertreter zu einem drastischen Vorschlag inspiriert hat, über den bei "Raw Story" zu lesen ist: Man müsse Donald Trump kurzerhand sämtliche Berichterstattung vorenthalten und Vertreter der großen US-Nachrichtenorganisationen aus dem Weißen Haus abziehen, um Donald Trump das Lebenselixier zu nehmen und den Präsidenten da zu treffen, wo es ihn am meisten schmerzt.

Diese Forderung äußerte Acosta unlängst in einem Interview mit MSNBC. Der Hintergrund seiner Aussage sind die jüngsten Verhaftungen unabhängiger Journalisten, darunter der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon. Acosta, selbst ein langjähriger Kritiker Trumps, sieht darin eine neue Eskalationsstufe. "Wir haben möglicherweise die Phase erreicht, in der Journalisten verhaftet werden – als Teil seines autoritären Projekts", erklärte er.

Druck auf Donald Trump wächst - deshalb teilt der US-Präsident gegen die Presse aus

Nach Einschätzung von Acosta befindet sich der Präsident derzeit in einer angespannten Lage. Die bevorstehenden Zwischenwahlen im November bereiten Trump offenbar erhebliche Sorgen. "Donald Trump ist gerade sehr nervös wegen der anstehenden Midterm-Wahlen", sagte Acosta gegenüber MSNBC. Diese Nervosität habe die jüngsten Attacken auf die Presse befeuert. Erst kürzlich habe das FBI eine Razzia in einer Wahlbehörde in Fulton County durchgeführt. Die Verhaftung von Don Lemon und mehreren anderen unabhängigen Journalisten in der vergangenen Woche markiert für Acosta einen besorgniserregenden Wendepunkt in Trumps Umgang mit kritischen Medienvertretern.

Radikaler Plan soll Donald Trump schwächen: Ohne Medienrummel kann der US-Präsident nicht leben

Acostas Strategie zielt auf Trumps größte Schwäche: seinen Hunger nach Aufmerksamkeit. "Donald Trump ist darauf angewiesen, dass die Presse dort ist, ihn fotografiert und ins Fernsehen bringt", erläuterte der Ex-Journalist. "Das ist es, was er mag und wonach er giert." Acostas Vorschlag ist deshalb naheliegend: Wenn der Präsident weiterhin Journalisten verhaften lasse, solle man ihm genau das wegnehmen. Acosta fordert ein gemeinsames Vorgehen der großen Medienhäuser. Das bisherige Nachgeben habe Trump nur ermutigt. "Es wurde im letzten Jahr so viel eingeknickt, dass es ihn bestärkt hat", kritisierte er. Nun sei entschlossenes, kollektives Handeln erforderlich.

Wir empfehlen auch folgende Beiträge zu Donald Trump:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.