Donald Trump: US-Präsident mit Widerspruch konfrontiert – neue Epstein-Mail aufgetaucht

Eine neue E-Mail aus den Epstein-Akten wirft Fragen über mögliche Kontakte zwischen Jeffrey Epstein und Donald Trump kurz vor dessen Amtseinführung 2017 auf. Trump bestreitet jegliches Fehlverhalten.

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Aufgetauchte Mail von Jeffrey Epstein bringt Donald Trump in Bedrängnis. (Foto) Suche
Aufgetauchte Mail von Jeffrey Epstein bringt Donald Trump in Bedrängnis. Bild: picture alliance/dpa/AP | Allison Robbert
  • E-Mail von Epstein vom 25. Dezember 2016 erwähnt "alle Trump-Jungs" in Palm Beach
  • Unklar, wer genau beteiligt war; Trump soll die Feiertage in Mar-a-Lago verbracht haben
  • Unterlagen stammen aus 3,5 Millionen Seiten des Epstein Files Transparency Act

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Eine E-Mail von Jeffrey Epstein aus dem Jahr 2016 sorgt für ordentlich Wirbel: Laut den kürzlich veröffentlichten Unterlagen des US-Justizministeriums schrieb der verurteilte Sexualstraftäter am 25. Dezember 2016, er sei "mit all den Trump-Jungs auf einer Wellenlänge". Die Nachricht richtete Epstein an Boris Nikolic, einen Berater von Bill Gates. Nikolic antwortete am Morgen des 26. Dezember schlicht: "Viel Spaß!!"

Unklarheit über Beteiligte und Ort

Die E-Mail selbst gibt "Raw Story" zufolge keine Hinweise darauf, wer genau zu den "Trump-Jungs" gehörte oder wo sich eventuelle Treffen abspielten. Sowohl Epstein als auch Donald Trump besaßen Luxusresidenzen in Palm Beach, Florida, doch ob der heutige US-Präsident persönlich anwesend war, ist nicht bestätigt. Medienberichten zufolge verbrachte Trump die Feiertage im Anwesen Mar-a-Lago und besuchte an Heiligabend einen Gottesdienst in Palm Beach.

Politischer Kontext kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump

Hätte Epsteins Nachricht tatsächliche Treffen beschrieben, könnte dies auf Kontakte zwischen ihm und Trump oder dessen Mitarbeitern nur wenige Wochen vor der Amtseinführung im Januar 2017 hindeuten, also später, als Trumps eigener öffentlicher Zeitplan es vermuten ließ. Trump selbst erklärte 2019, er habe seit rund 15 Jahren keinen Kontakt mehr zu Epstein gehabt und die Verbindung schon Anfang der 2000er-Jahre beendet, nachdem Epstein angeblich junge Angestellte aus Mar-a-Lago rekrutiert habe.

Frühere Beziehungen und Medienreaktionen von Donald Trump

In einem Magazininterview von 2002 bezeichnete Trump Epstein noch als "tollen Kerl" mit dem "sehr viel Spaß" zu haben sei. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies die aktuellen Behauptungen zurück und bezeichnete Epstein als "bekannten Lügner".

Umfangreiche Akten und laufende Debatten zum Fall Jeffrey Epstein

Die E-Mail gehört zu den rund 3,5 Millionen Seiten, die das Justizministerium im Rahmen des Epstein Files Transparency Act freigegeben hat. Die Dokumente enthalten neben offiziellen Fallakten auch Hinweise aus der Bevölkerung und Berichte von FBI-Quellen. Ein internes Memo behauptet etwa, Trump habe Epstein im Frühjahr 2015 zu einem Mittagessen getroffen und auch nach der Wahl noch Kontakt zu ihm gehalten. Das Weiße Haus wies diese Angaben zurück.

Jeffrey Epsteins Tod und rechtliche Hintergründe

Jeffrey Epstein starb im August 2019 im Gefängnis in New York, mutmaßlich durch Suizid. Zu Lebzeiten hatte er sich in Florida wegen sexueller Handlungen mit Minderjährigen schuldig bekannt und war außerdem wegen Bundesanklagen im Zusammenhang mit Sexhandel angeklagt.

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