Friedrich Merz: Merz zu Kritik aus Teheran: "Ausdruck von großer Nervosität"
Die Rhetorik aus dem Iran gegen die Bundesregierung wird schärfer und richtet sich nun auch direkt gegen Kanzler Merz. Der stuft die Angriffe vor allem als eines ein: wachsende Verunsicherung.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat kühl auf die scharfe Kritik des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi reagiert. "Das ist offensichtlich Ausdruck von großer Nervosität und Unsicherheit", sagte Merz heute während eines Besuchs in Katar im Rahmen seiner ersten Reise in die Golfregion. Näher ging er auf die direkte Kritik gegen ihn zunächst nicht ein.
Araghtschi hatte Merz auf der Plattform X "politische Naivität" und einen "widerwärtigen Charakter" vorgeworfen. Angesichts der stets engen Beziehungen des Irans zu Deutschland sei es "bedauerlich, dass nun eine Person wie Herr Merz Deutschland auf der Weltbühne vertritt". Araghtschi reagierte mit seinem Post auf Äußerungen von Merz, die Entwicklungen im Iran stünden regionalen Friedensbemühungen entgegen.
"Die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region ist groß", sagte Merz in der katarischen Hauptstadt Doha. Der Iran müsse aufhören, eine "destabilisierende Macht in der Region" zu sein. Er rufe die iranische Führung auf, "in Gespräche einzutreten, die Aggression zu beenden, das Atomprogramm zu beenden, so, wie es international vereinbart ist und vor allem Länder wie Katar, Jordanien und Israel von weiteren militärischen Drohungen zu verschonen".
Hintergrund sind geplante indirekte Gespräche zwischen dem Iran und den USA, die iranischen Angaben zufolge morgen in Maskat, der Hauptstadt des Omans, beginnen sollen. Teheran will nach eigenen Aussagen ausschließlich über sein Atomprogramm verhandeln. Die USA wollen auch das Raketenprogramm, Menschenrechtsverletzungen und die Unterstützung bewaffneter antiisraelischer Gruppen wie Hamas, Hisbollah und die Huthi thematisieren.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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