Donald Trump: Thron des US-Präsidenten in Gefahr – neuer Machtspieler steigt auf

Tucker Carlson könnte in einer Ära nach Donald Trump an Einfluss gewinnen. Der ehemalige Fox-News-Star gilt als Berater Trumps und könnte eines Tages selbst politische Ambitionen verfolgen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump: Neuer Machtspieler könnte ihn vom Thron stoßen. (Foto) Suche
Donald Trump: Neuer Machtspieler könnte ihn vom Thron stoßen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Markus Schreiber
  • Carlson nutzt seine Medienpräsenz, um Politik im Weißen Haus zu beeinflussen
  • Enge Verbindung zu Vizepräsident J.D. Vance stärkt seine strategische Position
  • Szenarien für eigene Kandidatur oder Einflussnahme über andere Politiker denkbar

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Tucker Carlson (56), einst einer der prominentesten Kommentatoren bei Fox News, denkt offenbar über seine Rolle in einer Zeit nach Donald Trump (79) nach. Laut Journalist Jason Zengerle, der Carlsons Karriere in seinem Buch "Hated By All the Right People" beschreibt, hatte Carlson während Trumps Präsidentschaft erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen und das auch ohne selbst ein politisches Amt innezuhaben.

Tucker Carlson als möglicher Thronfolger von Donald Trump?

Zengerle erklärt im Podcast "The Daily Beast", dass Carlson bisher keinen klassischen Ehrgeiz gezeigt habe, selbst Politiker zu werden. "Er ist nicht wie Bill Clinton, der sein Leben auf die Präsidentschaft ausrichtete. Aber Carlson hat klare Ziele, die er in diesem Land erreichen möchte", so der Reporter. Dank enger Verbindungen zu Vizepräsident J.D. Vance stehe er strategisch gut da. Carlson habe Vance als jemanden angesehen, der Trumps Erbe fortführen könne.

Szenarien für eine politische Karriere

Zengerle skizziert zwei mögliche Wege, auf denen Carlson selbst in die Politik einsteigen könnte:

Abgrenzung von Vance: Sollte Vance sich von Carlsons Einfluss lösen oder seine Ansichten nicht mehr teilen, könnte Carlson beschließen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Mangelndes Talent bei Vance: Carlson könnte zu dem Schluss kommen, dass Vance nicht die nötigen Fähigkeiten besitzt, um Präsident zu werden. In diesem Fall könnte er eine Marionette unterstützen oder, falls niemand passt, selbst kandidieren.

"Wenn er keine geeignete Person findet, könnte er sagen: 'Dann mache ich es eben selbst'", erklärt Zengerle.

Einfluss durch Medienpräsenz

Carlsons Weg zum Machtfaktor begann im Fernsehen: Nach Stationen bei CNN, PBS und MSNBC wurde er durch Fox News zum Star. 2020 erreichte seine Sendung "Tucker Carlson Tonight" laut "The Daily Beast" Rekordquoten im US-Kabelfernsehen. Nach seinem Weggang 2023 baute er das Tucker Carlson Network auf und brachte seine große Zuschauerbasis dorthin mit.

Zengerle betont, dass Trumps Aufmerksamkeit auf Carlson entscheidend war: "Er wusste, dass Trump zuschaute. Er konnte Entscheidungen und Politikgestaltung beeinflussen, indem er die Inhalte seiner Sendung gezielt steuerte." Damit habe Carlson auch ohne eigenes Amt erheblichen politischen Einfluss ausgeübt.

Ob Carlson selbst eine Kandidatur anstrebt oder weiterhin als Berater agiert, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass seine Position als Meinungsführer in Trumps Umfeld ihm strategische Vorteile verschafft – und ihn zu einem möglichen Kandidaten für die Zeit nach Trump macht.

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