Wladimir Putin: BND entlarvt Kremlchef als Lügner - so hoch sind seine Kriegskosten tatsächlich

Der Bundesnachrichtendienst beschäftigt sich intensiv mit dem russischen Haushalt. Wladimir Putin versucht nach Angaben des BND, Ausgabenposten bewusst zu verschleiern. Eine neue Analyse zeigt: So hoch sind die Kosten des Ukraine-Krieges tatsächlich.

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Putin lügt über die wahren Kosten des Krieges. (Foto) Suche
Putin lügt über die wahren Kosten des Krieges. Bild: picture alliance:dpa:Pool AFP via AP | Alexander Nemenov
  • Putin lügt über wahre Kosten des Krieges
  • Putins Kriegskosten viel höher als offiziell angegeben
  • BND-Analyse entlarvt Wladimir Putin als Lügner
  • Militärausgaben zeigen: Gefahr eines Putin-Angriffs auf Europa wächst

Dieser Schwindel sollte wohl eigentlich unbemerkt bleiben. Nach einer Analyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) waren die militärischen Ausgaben Russlands in den vergangenen Jahren bis zu 66 Prozent höher als im offiziellen Verteidigungshaushalt dargestellt. Heißt: Wladimir Putin lügt über die wahren Kosten des Ukraine-Krieges.

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Wladimir Putin lügt über wahre Kosten des Krieges

So seien etwa Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte nicht im Verteidigungs-, sondern in anderen Teilen des Etats aufgeführt worden, stellte der deutsche Auslandsgeheimdienst in einer seit längerem laufenden Analyse über den russischen Haushalt fest.

BND-Analyse entlarvt Wladimir Putin als Lügner

Dies liegt nach BND-Angaben etwa daran, dass die russische Auslegung von Verteidigungsausgaben stark von der Definition der Nato abweicht. Zudem würden Informationen zu Verteidigungsausgaben von offiziellen russischen Stellen oft verzerrt dargestellt und bedürften weiterer Einordnung.

Ukraine-Krieg verschlingt Großteil des russischen Steuergeldes

Seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 ist der Verteidigungshaushalt Russlands nach BND-Angaben jedes Jahr stark gestiegen. So schätzt der deutsche Auslandsgeheimdienst die militärischen Ausgaben Russlands für das vergangene Jahr auf rund 250 Milliarden Euro und damit auf etwa die Hälfte des Gesamtbudgets. Das entspräche einem Anteil am russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa zehn Prozent, heißt es im BND. Dagegen habe der militärische Ausgabenanteil Russlands im Jahr des Kriegsbeginns 2022 noch bei sechs Prozent vom BIP gelegen. Im Jahr darauf sei dieser Anteil auf 6,7 Prozent gestiegen, 2024 auf 8,5 Prozent.

Militärausgaben Russlands zeigen: Gefahr eines Putin-Angriffs auf Europa wächst

Nach der BND-Analyse werden die militärischen Mittel nicht nur für den Krieg gegen die Ukraine verwendet, sondern auch für den zusätzlichen Auf- und Ausbau militärischer Kapazitäten insbesondere in der Nähe zur Nato-Ostflanke. "In diesen Zahlen materialisiert sich konkret die wachsende Bedrohung Europas durch Russland", analysiert der BND.

BND-Präsident warnt vor Russen-Angriff und "Verschärfung der Lage"

BND-Präsident Martin Jäger hatte bei der öffentlichen Anhörung der Chefs der Geheimdienste Mitte Oktober ohne direkten Bezug auf die aufwachsenden militärischen Potenziale gewarnt: "Russland camoufliert seine Absichten, zielt in Wahrheit darauf ab, unsere Grenzen auszutesten." Europa müsse sich auf weitere Verschärfungen der Lage vorbereiten. Das Handeln Moskaus sei darauf angelegt, die Nato zu unterminieren, europäische Demokratien zu destabilisieren, Gesellschaften zu spalten und einzuschüchtern.

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/gom/news.de/dpa

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