Donald Trump News: Experte spricht von Amtsenthebung - wie Epstein ihn jetzt zu Fall bringt

Donald Trump sieht sich seit vergangenen Freitag mit neuen Epstein-Dokumenten konfrontiert. US-Experte Julius van de Laar ist sich sicher: Im Worst-Case-Szenario droht ein Amtsenthebungsverfahren. Die aktuelle Lage.

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Donald Trump: Jeffrey Epstein könnte ihn zu Fall bringen. (Foto) Suche
Donald Trump: Jeffrey Epstein könnte ihn zu Fall bringen. Bild: dpa/AP/Mark Schiefelbein
  • Donald Trump: Neue Epstein-Enthüllungen bringen ihn in Verruf
  • US-Experte spricht über mögliche Amtsenthebung von Donald Trump
  • Zwischenwahlen im Herbst richtungsweisend für den US-Präsidenten
  • Nach seiner Amtszeit: Republikaner könnten sich abwenden
  • Donald Trump und Melania über 30.000 Mal in Epstein-Files erwähnt

Am vergangenen Freitag hat das US-Justizministerium tausende von neuen Epstein-Dokumenten veröffentlicht, deren Sichtung bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Neue Bilder, Videos und Nachrichtenverläufe bringen das öffentliche Ansehen von Bill Clinton oder Andrew Mountbatten-Windsor, ehemals Prinz Andrew, ordentlich ins Wanken. Aber nicht nur die sind betroffen - auch für US-Präsident Donald Trump wird es schwierig. Zwar könne man bisher von keinen stichhaltigen Beweisen sprechen, die den 79-Jährigen mit dem Missbrauchsskandal rundum den Unternehmer Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, dennoch wird der Name "Donald Trump" und der seiner Ehefrau Melania tausende Male in den bisher unter Verschluss gehaltenen Akten genannt.

US-Experte spricht über das Ende der Donald-Trump-Ära

Zuletzt wärmte ein in den Akten dokumentierter SMS-Verkehrs zwischen Jeffrey Epstein und Trumps Berater Steve Bannon alte Affären-Gerüchte zwischen Trump und seiner Sekretärin wieder auf. Doch es könnte durchaus noch schlimmer werden, erklärt US-Experte Julius van de Laar im Podcast mit "Bild"-Redakteur Paul Ronzheimer. Der Experte kennt die politische Landschaft der USA aus erster Hand. Er hat einst als Wahlkampfmanager für Barack Obama gearbeitet. Und wasJulius van de Laar prophezeit, sind alles andere als gute Nachrichten für Donald Trump.

Was passiert, wenn die Republikaner wegen Donald Trump die Mehrheit im Senat verlieren?

Im Gespräch mit Paul Ronzheimer zeichnet er ein düsteres Bild für den US-Präsidenten: Falls er die Zwischenwahlen im Herbst verlieren würde, hätten die Demokraten die Mehrheit im Senat. Und wenn das passiert, würden sie das Thema Epstein bis ins Unendliche aufziehen und mit diversen Anhörungen starten. "Gelingt es ihnen, dass Trump wegen der Epstein-Files politisch toxisch wird, könnten auch Republikaner sich von ihm distanzieren", erklärt der Experte gegenüber der "Bild".

In diesem Fall droht ein Amtsenthebungsverfahren

Im Absoluten "Worst-Case"-Szenario sei dann sogar eine Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump denkbar. Allerdings: die Wahrscheinlichkeit ist laut van de Laar extrem gering, weil dafür eine Dreiviertelmehrheit im Senat nötig wäre.

Donald Trump News: Politisches Klima wird rauer - US-Präsident verliert an Zustimmung

Wie sehr sich das Blatt aktuell für die Republikaner in Amerika gewendet hat, zeigt unter anderem eine Sonderwahl in Texas am vergangenen Wochenende. Obwohl der US-Präsident selbst bei "Truth Social" ordentlich für die republikanische Kandidatin Leigh Wambsganss rührte, gewann in der republikanischen Hochburg erstmals seit über 30 Jahren ein Demokrat - ein schlechtes Zeichen für die Zwischenwahlen im Herbst. 

Umfragen bestätigen die Abwärtsspirale, in der sich Donald Trump befindet. Laut einer CNN-Erhebung vom Januar glauben 67 Prozent der Amerikaner, dass die Regierung Epstein-Informationen bewusst zurückhält. Selbst in der MAGA-Bewegung rumort es laut Experte Julius van de Laar schon länger. Prominente Anhänger:innen wie Podcaster Joe Rogan oder Boxer Ryan Garcia würden sich bereits von Donald Trump abwenden. "Einige sagen, ihnen würde es den Magen umdrehen, weil sie Trump jetzt für einen Pädophilen halten würden", erklärt van de Laar im Gespräch mit Paul Ronzheimer.

Ein weiteres Problem, welches neben den Epstein-Dokumenten für Trump kaum zu stemmen sein wird, ist das planmäßige Ende seiner Präsidentschaft. Obwohl der US-Präsident in der Vergangenheit immer öfter über eine "längere Amtszeit" sprach, ist seine Regierung mit einem Ablaufdatum versehen. Van de Laar sieht einen konkurrierenden Machtkampf innerhalb der Republikaner. "Ich glaube absolut, dass eine Bewegung gegen ihn entstehen kann."

Donald Trump und das Schicksal der "lahmen Ende"

Donald Trump werde wegen des absehbaren Endes seiner zweiten Amtszeit unweigerlich zur "lame duck" (deutsch: lahme Ente). Ein Regierender, dessen Einfluss schwindet. Entbrennt dann ein Machtkampf innerhalb der Partei um seine Nachfolge, sei es zunehmend realistisch, dass man sich von Donald Trump - der wegen Jeffrey Epstein zunehmend in Verruf gerät - abwendet. 

Donald Trump: 38.000 Erwähnungen von Donald Trump und Melania in den Epstein-Files

Laut einer Erhebung der "New York Times" ist Donald Trump, der Name seiner Ehefrau Melania und Trumps Anwesen Mar-a-Lago in über 5.300 Epstein-Dokumenten über 38.000 mal erwähnt. Eine direkte Kommunikation der beiden konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

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