Donald Trump: Weißes Haus reagiert scharf auf neuen Springsteen-Song
Ein neuer Song von Bruce Springsteen über Minneapolis sorgt für politischen Gegenwind. Die Trump-Regierung weist die Kritik an ihrem Vorgehen bei Einwanderungseinsätzen scharf zurück.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Bruce Springsteen kritisiert Bundesbehörden in neuem Protestlied
- Das Weiße Haus bezeichnet den Song als irrelevant und unzutreffend
- Tödliche Einsätze in Minneapolis stehen im Mittelpunkt der Debatte
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Ein neues Lied von Bruce Springsteen sorgt in den USA für politische Reaktionen. Der Musiker kritisiert darin das Vorgehen von Bundesbehörden bei Einsätzen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts in Minneapolis. Die Trump-Regierung wies die Vorwürfe nun entschieden zurück.
Regierung weist Kritik von Bruce Springsteen deutlich zurück
Aus dem Weißen Haus hieß es, man messe dem Song keine Bedeutung bei. Sprecherin Abigail Jackson erklärte "Newsweek" zufolge, die Regierung konzentriere sich weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Bundesstaaten und Kommunen, um nach eigenen Angaben gefährliche Straftäter ohne Aufenthaltsrecht aus dem Land zu entfernen. Künstlerische Kommentare mit aus Sicht der Regierung falschen Darstellungen seien dafür nicht relevant.
Lyrics to @springsteen Streets of Minneapolis track #springsteen #Minneapolis pic.twitter.com/g169jzTV1f
— Spring-Nuts (@SpringNuts_) January 28, 2026
Bruce Springsteens Lied als Reaktion auf tödliche Einsätze
Springsteen hatte den Song den Bewohnern von Minneapolis sowie zwei Menschen gewidmet, die bei getrennten Einsätzen von Bundesbeamten ums Leben kamen. Damit sind Renée Good und Alex Pretti gemeint, die bei Einsätzen ihr Leben verloren haben. In einer Stellungnahme betonte der Musiker, das Lied richte sich gegen Angst und Gewalt gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund.
Scharfe Worte gegen Donald Trumps Politik
Der Songtext zeichnet ein düsteres Bild staatlicher Macht und enthält direkte Anspielungen auf Präsident Donald Trump sowie das Heimatschutzministerium. Minneapolis wird darin als Stadt beschrieben, die unter Druck und Kontrolle leide. Die Namen der beiden Getöteten werden ausdrücklich genannt.
Unterschiedliche Darstellungen der Vorfälle
Im Fall eines der Getöteten erklärte das Heimatschutzministerium, Alex Pretti habe sich bewaffnet genähert und eine Bedrohung dargestellt. Angehörige widersprachen dieser Darstellung. Videoaufnahmen zeigen ihn mit einem Mobiltelefon in der Hand, eine Waffe ist darauf nicht zu erkennen. Laut seiner Familie besaß er zwar legal eine Schusswaffe, habe diese jedoch nicht gezogen. Auch zum tödlichen Vorfall von Renée Good während einer Verkehrskontrolle gibt es widersprüchliche Aussagen. Bundesbehörden sprechen von Notwehr, Vertreter von Stadt und Bundesstaat stellen diese Version infrage.
Veröffentlichung von Bruce Springsteen als politisches Statement
Springsteen erklärte, er habe den Song innerhalb weniger Tage geschrieben und aufgenommen. Die Veröffentlichung sei eine direkte Reaktion auf die Ereignisse in Minneapolis gewesen. Auf Instagram sprach der Musiker von staatlicher Gewalt und einem Angriff auf die Grundwerte des Landes.
Langjähriger Konflikt zwischen Donald Trump und Bruce Springsteen
Der Sänger gilt seit Jahren als scharfer Kritiker von Donald Trump. Bereits in der Vergangenheit hatte er die Regierung offen angegriffen. Trump wiederum hatte Springsteen mehrfach persönlich abgewertet. Mit dem neuen Song verschärft sich der öffentliche Schlagabtausch erneut.
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mlk/gom/news.de
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