Kriminalität: Gutachter: Magdeburger Todesfahrer ist weiterhin gefährlich

In langen, teils wirren Ausführungen stellt der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt vor Gericht seine Sicht der Dinge dar. Welche Bedeutung könnte das für das Urteil haben?

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Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. (Foto) Suche
Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist nach einem Gutachten schuldfähig und weiterhin gefährlich. Er werde darlegen, dass beim Angeklagten keine Gründe für eine Schuldminderung oder Schuldunfähigkeit vorlägen, erklärte der psychiatrische Sachverständige Bernd Langer zu Beginn seiner Ausführungen im Prozess gegen Taleb al-Abdulmohsen vor dem Landgericht Magdeburg. Zudem gehe weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit von dem 51-Jährigen aus.

Der Angeklagte aus Saudi-Arabien hatte nach seiner Tat Gespräche mit einem Psychiater abgelehnt. Der Sachverständige war deshalb an einer Reihe von Verhandlungstagen dabei und beobachtete dessen Verhalten. Zudem hatte er nach eigenen Angaben Einblick in die Ermittlungsakten.

Sechs Tote und mehr als 300 Verletzte

Nach der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hatte Taleb al-Abdulmohsen am 20. Dezember 2024 einen mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gelenkt. Der Angeklagte war dabei mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde unterwegs. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

Der Angeklagte arbeitete bis zum Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt als Psychiater im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter in Bernburg. Der 51-Jährige hat die Tat im Wesentlichen zugegeben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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