Wolodymyr Selenskyj: Selenskyj fordert besseren Schutz Kiews durch Flugabwehr

Die Lage bei der Energieversorgung in der Ukraine verschlechtert sich zusehends. Präsident Selenskyj sieht die Flugabwehr in der Pflicht – und möchte schnellere Gespräche mit Russland.

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Rede. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Rede. Bild: picture alliance/dpa/kyodo

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts der massiven Schäden an der Energieinfrastruktur durch die russischen Angriffe die Flugabwehr zu einem besseren Schutz der Anlagen aufgefordert. "Die Führung der Luftstreitkräfte muss beim Schutz deutlich schneller reagieren", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er habe dies bei einem Treffen mit dem Verteidigungsminister und den Kommandeur der Luftstreitkräfte erklärt. Im ganzen Land gibt es massive Strom- und Heizungsausfälle.

Die Lage sei nicht nur in der Hauptstadt Kiew schwierig, sondern unter anderem auch in den Regionen Charkiw, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Tschernihiw und Sumy. "Klar, in Kiew gibt es jetzt die meisten Herausforderungen", sagte Selenskyj. "Ein Großteil der Häuser hat keine Heizung, darunter auch solche, die schon seit langer Zeit ohne Heizung sind."

Die bisherigen Ergebnisse seien nicht ausreichend, kritisierte der Präsident. "Ich erwarte von den Kiewer Behörden, dass sie ihre Arbeit verstärken – viele Städte und Gemeinden sind bereit zu helfen", sagte er. "Ich habe die Regierung beauftragt, zusätzliche Ressourcen bereitzustellen." Es brauche auch mehr Wärmestellen.

Selenskyj will nächstes Treffen mit Russen vorverlegen

Selenskyj traf sich in Kiew auch mit seiner Delegation, die am Freitag und Samstag unter US-Vermittlung in Abu Dhabi direkte Verhandlungen mit der russischen Seite geführt hatte. "Nach langer Zeit gab es wieder ein Treffen mit den Amerikanern und Russen. Wir haben verschiedene Fragen eher militärischer Natur besprochen – Maßnahmen zur Beendigung des Krieges", sagte Selenskyj. Dabei sei es auch um die Kontrolle und Überwachung eines möglichen künftigen Waffenstillstands gegangen, sagte er.

Vorläufig sei geplant, dass sich die Teams erneut am nächsten Sonntag treffen. "Es wäre gut, wenn dieses Treffen vorgezogen werden könnte", sagte Selenskyj. Russland dürfte den Verhandlungsprozess nicht für seine Zwecke nutzen, nötig sei vielmehr Druck auf Moskau, den Krieg zu beenden. "Die Partner dürfen das nicht vergessen", sagte Selenskyj.

Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Bei den Verhandlungen ist bisher eine Einigung nicht in Sicht. Moskau sieht die Gespräche erst am Anfang.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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