Donald Trump: Experte warnt "The Don" vor Folgen eines Iran-Angriffs
Donald Trump schließt ein Eingreifen im Iran nicht mehr aus. Laut Medienberichten hat das US-Militär bereits seine Präsenz im Nahen Osten erhöht. Kommt es zu einem Angriff? Das sagen Experten.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- USA erhöhen Militärpräsenz im Nahen Osten.
- Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen im Iran nicht aus.
- Experten halten einen Eingriff zum jetzigen Zeitpunkt für eher unwahrscheinlich. Sie warnen vor Folgen für US-Regierung in der Region.
Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verstärken sich offenbar. Laut Medienberichten erhöht das US-Militär seine Präsenz im Nahen Osten. Währenddessen schließt US-Präsident Donald Trump ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran weiterhin nicht aus.
Donald Trump schickt Flotte in den Nahen Osten
"Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist", sagte der Republikaner vor Journalisten auf dem Rückweg aus Davos nach Washington. "Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen", fügte er hinzu. Viele Schiffe befänden sich nur für den Fall der Fälle auf dem Weg in die Region. "Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", sagte Trump über den Iran.
Bereits Ende der vergangenen Woche hatten US-Medien berichtet, dass der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region seien. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.
US-Präsenz im Nahen Osten: Experte warnt Trump vor Folgen eines Iran-Angriffs
Bedeutet die Verlagerung, dass die USA den Iran angreifen? Der frühere US-General Ben Hodges warnt davor, dass der US-Präsident "ohne klare Antworten [...] keinen Angriff anordnen" sollte. Thomas Jäger, Professor für internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, glaubt, dass Trump seine Drohung "jederzeit wahr machen" könnte, sagte er gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dennoch rechne er nicht damit, dass der US-Präsident mit dem US-Militär das Regime stürzen will. Das werde Trump scheuen. Vielmehr hält er eine "Bestrafungsaktion" für möglich. Für den Außenpolitik-Experten wäre ein Angriff für die USA kontraproduktiv, schließlich würde eine Attacke die Stellung der USA "eher verschlechtern als verbessern"
Der Iran hatte die jüngste Protestwelle mit aller Härte niedergeschlagen - Aktivisten zufolge wurden Tausende Demonstranten getötet. Trump reagierte darauf wiederholt mit Drohungen, was die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region schürte. Jüngst sprach sich der US-Präsident auch für einen Regierungswechsel im Iran aus, nachdem ihn der oberste Führer der Islamischen Republik als "Verbrecher" bezeichnet hatte.
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bos/mlk/news.de/dpa
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