Steve Witkoff: Ein Satz, der alles kippt - Trump-Vertrauter schwärmt von Putin-Übersetzer
Während in Abu Dhabi über Frieden verhandelt wird, sorgt ein Trump-Gesandter für Entsetzen: Steve Witkoff schwärmt vor laufender Kamera von Putins Dolmetscher und bringt Washingtons Vermittlerrolle in schwere Erklärungsnot.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Erstes trilaterales Treffen von Russland, Ukraine und USA endet mit vorsichtigem Optimismus
- Waffenstillstand und Atomkraftwerk Saporischschja stehen im Fokus der Gespräche
- Trump-Gesandter Witkoff schwärmt von Putins Übersetzer – Netz reagiert entsetzt
In Abu Dhabi haben erstmals Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA gemeinsam an einem Verhandlungstisch Platz genommen. Vor den trilateralen Gesprächen sorgte ein ungewöhnlicher Moment für Aufsehen.
Trump-Gesandter schwärmt von Putin-Dolmetscher
Bei einem vierstündigen Treffen mit Putin in Moskau am 22. Januar überhäufte der US-Sondergesandte Steve Witkoff den Kreml-Übersetzer Alexey Sadykov mit Komplimenten. "Oh, Legende! Ich erkenne jetzt Ihre Stimme", sagte Witkoff laut Aufnahmen, die auf dem Telegram-Kanal des Rossija-1-Journalisten Pavel Zarubin veröffentlicht wurden. Sadykov, der als leitender Berater der Sprachenabteilung im russischen Außenministerium tätig ist, habe die "beste Stimme der ganzen Welt", so der Trump-Gesandte weiter.
???????????????????? BREAKING: Steve Witkoff reacted enthusiastically upon recognizing presidential interpreter Alexey Sadykov, saying:
— PLT Report (@pltreport) January 25, 2026
"The LEGEND"
"I can recognize your voice now better than any voice on the earth". pic.twitter.com/lD8xPWRl3V
In den sozialen Netzwerken sorgt die Aufnahme für reichlich Wirbel und Diskussionsstoff:
- "Witkoff fühlt sich unter Kriegsverbrechern sehr wohl", schreibt ein X-Nutzer.
- "Einige der Beamten in der Trump-Regierung drehen mir wirklich den Magen um", heißt es in einem Tweet.
- "Diktatoren und Mördern nach dem Mund reden und ihnen die Füße küssen", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Es ist kaum zu glauben, dass diese Menschen Amerika repräsentieren", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
Waffenstillstand und Atomkraftwerk auf der Agenda
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Diskussionen über mögliche Rahmenbedingungen zur Beendigung des Krieges als konstruktiv. Sämtliche Parteien einigten sich darauf, ihre jeweiligen Regierungen über alle Verhandlungsaspekte zu informieren und weitere Schritte mit ihren Staatschefs abzustimmen, wie Selenskyj auf Telegram mitteilte. Ein US-Vertreter beschrieb die Atmosphäre als optimistisch und positiv. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 1. Februar erneut in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden.
Die Verhandlungen umfassten ein breites Spektrum an militärischen und wirtschaftlichen Themen. Dabei wurde auch die Möglichkeit eines Waffenstillstands noch vor einer endgültigen Einigung diskutiert. Ein zentraler Punkt war die Zukunft des Atomkraftwerks Saporischschja, das von russischen Truppen besetzt wird und als größte Anlage dieser Art in Europa gilt. Laut einem US-Vertreter soll die erzeugte Energie künftig gerecht aufgeteilt werden. Allerdings konnte noch keine Einigung über die Kontrolle und den Betrieb des Kraftwerks erzielt werden. Selenskyj betonte zudem, es bestehe Einvernehmen über die Notwendigkeit einer amerikanischen Überwachung des Friedensprozesses.
Hochrangige Delegationen am Verhandlungstisch
Auf amerikanischer Seite führten die Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner die Gespräche. Die Ukraine entsandte unter anderem Chefunterhändler Rustem Umerov sowie Kyrylo Budanow, den Chef des Präsidialamtes von Selenskyj. Russland war laut dem ukrainischen Präsidenten mit Vertretern des Militärgeheimdienstes und der Armee vertreten.
Kurz vor Beginn der Dreiergespräche am Freitag hatten Witkoff und Kushner in nächtlichen Marathonverhandlungen mit Putin über eine Lösung des Konflikts gesprochen. Der Kreml beharrt weiterhin auf seiner Forderung: Für ein Friedensabkommen müsse Kiew seine Truppen aus den östlichen Gebieten abziehen, die Russland völkerrechtswidrig annektiert, aber nicht vollständig erobert hat.
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