Menschenrechte: UN-Sitzung zu Iran: Türk fordert Ende der Gewalt
Wie reagiert der UN-Menschenrechtsrat auf die Berichte über mehr als 5.000 Tote bei Protesten im Iran? Türk mahnt: "Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv."
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat im Iran ein Ende der staatlichen Gewalt gegen Protestierende und eine Freilassung aller Inhaftierten gefordert. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf warnte er auch vor Gewalt von außen.
Ohne Drohungen gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump zu erwähnen, warnte Türk vor einer militärischen Eskalation. "Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv." Dass jemand für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werde, könne nicht "durch militärische Gewalt aus dem Iran oder von außerhalb" erreicht werden, sagte er.
Resolution fordert Untersuchung
Bei der jüngsten Protestwelle gegen die Regierung sind nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA mindestens 5.002 Menschen ums Leben gekommen.
Die Dringlichkeitssitzung war auf Antrag Deutschlands und anderer Länder einberufen worden. Sie fordern in einer Resolution, dass die schon 2022 eingerichtete Kommission auch die jüngste Gewalt untersucht. Über die Resolution dürfte am Abend abgestimmt werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Parteispenden News 2026: Alle aktuellen Meldungen zu Spenden an die Parteien
- Wahlen und Umfragen News 2026: Aktuelle Wahltrends und Umfragen im Überblick
- Die Grünen News 2026: Aktuelle Schlagzeilen der Umweltpartei im Überblick
- CDU News 2026: Aktuelles rund um die Christlich Demokratische Union im Ticker
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.