Wladimir Putin reagiert auf Grünland-Zoff: Nuklearer Bedrohung aus der Arktis– Russland droht mit "ernsten Konsequenzen"
Der Streit um Grönland wird brandgefährlich. Nach neuen Ansprüchen von Donald Trump demonstriert die Nato militärische Stärke. Moskau reagiert mit scharfen Drohungen. Jetzt warnen sogar Nato-Staaten vor Atomwaffen in der Arktis. Die Lage spitzt sich dramatisch zu.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump bekräftigt Anspruch auf Grönland – Nato reagiert mit Militärübung
- Russland spricht von Provokation und wirft Trump Missachtung des Völkerrechts vor
- Norwegen warnt vor nuklearer Bedrohung aus der Arktis
Die Spannungen in der Arktis nehmen weiter zu. US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Anspruch bekräftigt, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Als Reaktion darauf führten europäische Nato-Staaten die Militärübung "Operation Arctic Endurance" auf der arktischen Insel durch. Moskau reagierte umgehend mit scharfer Kritik. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Manöver als "erneute Provokation des Westens" und warnte vor "ernsten Konsequenzen". Russland werde Versuche, seine Sicherheitsinteressen in der Region zu ignorieren, nicht hinnehmen. Der Kreml kündigte an, die eigenen Verteidigungskapazitäten und die Infrastruktur in der Arktis weiter auszubauen. Trumps Behauptung, Russland oder China könnten Grönland übernehmen, wies Moskau entschieden zurück.
Kreml wirft Donald Trump Missachtung des Völkerrechts vor
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Situation als "außergewöhnlich" und selbst aus völkerrechtlicher Sicht bemerkenswert. Trumps Signale zeigten deutlich, dass das Völkerrecht für ihn keine Priorität habe, erklärte Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS. Der Kreml-Sprecher verwies auf die Widersprüche in der amerikanischen Haltung. Washington versuche, die Kontrolle über Grönland von Dänemark zu erlangen – notfalls auch durch politischen Druck. Dabei hätten sowohl die grönländische Regierung in Nuuk als auch Kopenhagen diese Ansprüche mehrfach abgelehnt. Russland bekräftigte seine Position, dass Grönland weiterhin zum Königreich Dänemark gehöre. Aus Moskauer Sicht hat der Streit um die arktische Insel damit eine neue Dimension erreicht.
Grönland als strategischer Schlüssel für westliche Sicherheit
Für die Vereinigten Staaten besitzt Grönland enorme sicherheitspolitische Bedeutung. Die geografische Position der Insel ist entscheidend für Raketenfrühwarnsysteme und die Überwachung des Weltraums. Zudem liegt das Territorium in unmittelbarer Nähe zu neuen arktischen Schifffahrtsrouten. Auch wirtschaftliche Interessen spielen eine Rolle. Unter dem Eis lagern weitgehend unerschlossene Rohstoffe, darunter Seltene Erden sowie potenzielle Öl- und Gasvorkommen.
Die Nato misst der Region ebenfalls wachsende Bedeutung bei. Generalsekretär Mark Rutte betonte, alle Bündnispartner seien sich einig, dass die Sicherheit in der Arktis Priorität habe. Das schmelzende Eis eröffne neue Routen, erhöhe aber gleichzeitig das Risiko verstärkter russischer und chinesischer Aktivitäten in der Region.
Norwegen warnt vor nuklearer Bedrohung aus der Arktis
Die Lage gewinnt durch Warnungen aus Oslo zusätzliche Brisanz. Norwegens Verteidigungsminister Tore Sandvik erklärte gegenüber dem "Daily Telegraph", Russland verstärke seine militärische Präsenz auf Stützpunkten innerhalb des Polarkreises. Dabei würden auch Atomwaffen stationiert. Diese nuklearen Kapazitäten seien nicht nur auf Norwegen gerichtet, sondern auch auf Großbritannien, Kanada und die USA, so Sandvik. Besonders die Kola-Halbinsel bereitet dem Nato-Mitglied Sorgen. Dort unterhält Russland zusammen mit seiner Nordflotte ein umfangreiches Arsenal an nuklearen Sprengköpfen.
Der norwegische Minister warnte zudem, Moskau könnte im Konfliktfall versuchen, strategisch wichtige Engpässe wie die GIUK-Lücke zwischen Großbritannien, Island und Grönland zu kontrollieren. Dies würde den Handlungsspielraum der Nato erheblich einschränken.
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bua/news.de/stg
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