Blamage für Donald Trump: Namen von ICE-Agenten enthüllt - US-Regierung tobt nach Datenleck
Im Internet wurden die Namen von rund 4.500 Menschen, die für die US-Einwanderungsbehörde ICE und den Grenzschutz arbeiten, veröffentlicht. Auslöser waren tödliche Schüsse auf eine US-Bürgerin. Donald Trumps Heimatschutzministerium reagiert extrem wütend.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Whistleblower veröffentlicht Namen von ICE-Agenten in Online-Datenbank
- Enthüllung erfolgt nach tödlichen Schüssen auf US-Bürgerin Renee Good in Minneapolis
- US-Heimatschutzministerium kündigt strafrechtliche Verfolgung an
Ein Whistleblower hat dem US-Heimatschutzministerium das wohl massivste Datenleck seiner Geschichte beschert. Rund 4.500 Identitäten von Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE und des Grenzschutzes wurden im Internet veröffentlicht.
Problem für Donald Trumps Regierung: Namen von ICE-Agenten in Online-Datenbank enttarnt
Die sensiblen Personaldaten landeten auf der Plattform "ICE List", einer Online-Datenbank, die explizit dazu dient, Bundesagenten zu enttarnen.Auslöser für diesen digitalen Racheakt war der gewaltsame Tod von Renee Good in Minneapolis. Dies sei "für viele Leute der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte" gewesen, sagte der Betreiber der Plattform namens Dominick Skinner gegenüber dem "Daily Beast".Die 37-jährige US-Bürgerin wurde durch einen ICE-Agenten erschossen. Der Vorfall sorgte für landesweite Empörung und veranlasste den Insider dazu, die Informationen über Tausende von Beamten und Vorgesetzten preiszugeben.Seitdem erreichen diese Skinner auf ungewöhnlichen Wegen: Hotelangestellte übermitteln Hinweise auf Post-its und Barpersonal sendet Fotos von Dienstausweisen. Auch Nachbarn melden sich zunehmend, um Agenten in ihrem direkten Umfeld zu enttarnen.
Daten wurden nach tödlichen Schüssen auf Renee Good in Minneapolis veröffentlicht
Skinner steuert das Projekt von den Niederlanden aus, wodurch die Webseite dem direkten Zugriff der US-Regierung entzogen ist. Er rechtfertigt die Veröffentlichung mit der Überzeugung, dass eine Tätigkeit für die betroffenen Behörden "auf moralischer Ebene ein schlechter Schachzug" sei. Zwar sollen Ausnahmen für Personal in der Kinderbetreuung oder Krankenpflege gemacht werden, doch der Großteil der verifizierten Namen wird online gestellt.
US-Heimatschutzministerium reagiert wütend
Das Heimatschutzministerium reagierte mit unverhohlener Wut auf die Veröffentlichung der Datensätze. Tricia McLaughlin, stellvertretende Ministerin der Behörde, bezeichnete den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber "The Independent" als "widerliches Doxxing", das "4.500 Verbrechen darstellen" würde. Während die Beamten an der Front gegen Terroristen und Kinderschänder kämpften, seien sie nun dank "bösartiger Rhetorik" ständiger Gefahr ausgesetzt. McLaughlin kündigte an, jeden strafrechtlich zu verfolgen, der Identitäten offenlegt, und betonte kämpferisch: "Wir werden keinen Rückzieher machen."
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