Alice Weidel: Weidel: Trump muss Einmischung seinen Wählern erklären

Wie steht die AfD zum US-Eingreifen in Venezuela und den Grönland-Ansprüchen von Trump, den Parteichefin Weidel schonmal als Vorbild bezeichnet hat? Die Parteichefs äußern sich erstmals ausführlicher.

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Alice Weidel, Bundessprecherin der AfD, spricht während des AfD-Landesparteitags zu Parteimitgliedern. (Foto) Suche
Alice Weidel, Bundessprecherin der AfD, spricht während des AfD-Landesparteitags zu Parteimitgliedern. Bild: picture alliance/dpa | Jonathan Penschek

AfD-Chefin Alice Weidel hat Vergleiche zwischen der aktuellen US-Außenpolitik und jener Russlands gezogen und Medien in Deutschland mit Blick auf das Völkerrecht Doppelstandards vorgeworfen. "Wir haben jetzt ein paar Jahre Gejaule gehört, dass Putin gegen das Völkerrecht verstößt", sagte sie zu Journalisten in Berlin. "Und jetzt sind Sie plötzlich ziemlich leise, wenn Donald Trump das Gleiche tut, und zwar die Souveränität eines Staates, wie Venezuela angreift und das auch droht, mit Grönland zu tun."

Hier werde eindeutig mit Doppelstandards gearbeitet, sagte Weidel vor einer Fraktionssitzung der AfD im Bundestag. Russland habe Sicherheitsinteressen und Donald Trump setze die Monroe-Doktrin um. "Das ist genau das Gleiche umgekehrt." Die Monroe-Doktrin, auf die auch Trump verwiesen hat, geht auf den früheren US-Präsidenten James Monroe zurück (regierte 1817 bis 1825), wonach die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.

Weidel kritisch: Trump muss das seinen Wählern erklären

Weidel und ihr Co-Chef Tino Chrupalla schlugen auch kritische Töne zu Trumps Kurs an. "Er hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen, und zwar, sich nicht in andere Staaten einzumischen. Und das muss er seinen eigenen Wählern erklären", sagte die AfD-Chefin. Völkerrecht müsse immer wieder neu verhandelt werden, sagte Chrupalla. Venezuela gehöre zur Einflusssphäre Amerikas, "genauso wie die Ukraine zur Einflusssphäre Russlands gehört. Klar ist aber auch, und das muss man auch sagen, dass hier auch natürlich Wildwestmethoden abzulehnen sind und das Recht natürlich auch nicht immer die Mittel rechtfertigt."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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