Wladimir Putin: Putin-Rakete raste auf Nato-Grenze zu - Experten zerlegen Kreml-Märchen

Mit einer Oreschnik-Mittelstreckenrakete soll Wladimir Putin ein ukrainisches Flugzeugwerk in Lwiw zerstört haben. Die Hyperschallrakete schlug nur wenige Kilometer vor der Nato-Grenze ein - doch Experten zweifeln Moskaus Version an.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Seit Februar 2022 führt Wladimir Putin offen Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Seit Februar 2022 führt Wladimir Putin offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Bei Putin-Angriff angeblich nur F-16-Kampfjets und Drohnen im Visier
  • Putin-Raketen schlagen in Lwiw ein - Moskau schiebt Ukraine die Schuld zu
  • Experten zweifeln an Moskaus Version

Russland hat nach eigener Darstellung mit dem Einsatz einer Oreschnik-Mittelstreckenrakete das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw zerstört. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die Anlage sei durch den nächtlichen Angriff am 9. Januar außer Gefecht gesetzt worden. Diese Information sei durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt.

Bei Putin-Angriff angeblich nur F-16-Kampfjets und Drohnen im Visier

Nach Angaben des russischen Militärs wurden in dem Werk westliche Kampfflugzeuge vom Typ F-16 instand gesetzt. Zudem soll dort die Fertigung von Kampfdrohnen mit mittlerer und hoher Reichweite stattgefunden haben. Der Angriff habe sowohl Produktions- als auch Lagerhallen mit bereits fertiggestellten Drohnen getroffen. Auch die Infrastruktur des werkseigenen Flugplatzes sei beschädigt worden.

Putin-Raketen schlagen in Lwiw ein - Moskau schiebt Ukraine die Schuld zu

Zeitgleich mit dem Angriff auf Lwiw wurden laut Moskauer Angaben zwei Drohnenhersteller in der ukrainischen Hauptstadt getroffen. Die Produktionskapazitäten beider Unternehmen seien vollständig zerstört worden.

Das russische Verteidigungsministerium wies Vorwürfe aus Kiew zurück, wonach die Luftangriffe zivile Einrichtungen und Infrastruktur zum Ziel gehabt hätten. Nach der offiziellen russischen Darstellung setzt die Armee ausschließlich hochpräzise Waffen gegen militärisch relevante Objekte ein. Schäden an zivilen Gebäuden und Wohnvierteln führt Moskau grundsätzlich auf Fehler der ukrainischen Flugabwehr zurück - die Ukrainer würden sich demnach selbst beschießen.

Experten zweifeln an Moskaus Version

Fachleute halten die russische Darstellung, wonach ausschließlich militärische Ziele angegriffen werden, für nicht glaubwürdig. Die Behauptung, sämtliche zivilen Zerstörungen seien auf fehlgeleitete ukrainische Abwehrraketen zurückzuführen, wird von Experten als unplausibel eingestuft.

Kiew hatte die schweren Luftangriffe der vergangenen Woche als Attacken auf zivile Infrastruktur verurteilt. Nach dem Einschlag der potenziell nuklearfähigen Oreschnik-Mittelstreckenrakete kurz vor der Nato-Grenze sprach Russland lediglich von einem Vergeltungsschlag, bevor nun konkrete Ziele benannt wurden.

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/news.de/dpa

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