Donald Trump: "Als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln!" Generäle frustriert

US-Präsident Donald Trump rückt von seinem Vorhaben, Grönland einzunehmen, nicht ab. Laut Insidern soll er bereits einen Invasionsplan in Auftrag gegeben haben. Hohe Generäle zeigen sich frustriert über das Eskalationsszenario. Was jetzt folgt.

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Donald Trump bekräftige gegenüber den Medien noch einmal seine Ambitionen bezüglich Grönland. (Foto) Suche
Donald Trump bekräftige gegenüber den Medien noch einmal seine Ambitionen bezüglich Grönland. Bild: dpa/AP/Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump bestärkt Grönland-Plan gegenüber der Presse
  • Geheimes Eskalationsszenario ausgearbeitet - doch die Generäle stellen sich quer
  • Nato reagiert auf Trumps Grönland-Ansage mit Übung in der Arktis

US-Präsident Donald Trump bekommt überraschend Widerstand - und zwar aus seinen eigenen Reihen. Denn seine Grönland-Pläne, die er erst vor Kurzem noch einmal bekräftigte, kommen bei US-Generälen gar nicht gut an. Wie unter anderem die "Bild"berichtet, sträuben sich die Generäle gegen Trumps Übernahme-Ambitionen.

"Ob es ihnen passt oder nicht" - Trump will Grönland für sich

Erst am vergangenen Wochenende erklärte Trump gegenüber der Presse noch einmal, dass man in Grönland etwas unternehmen werde - "ob es ihnen passt oder nicht". Und zwar mit allen Mitteln. "Ich würde gerne einen Deal machen – aber wenn wir es nicht auf die einfache Art tun, werden wir es auf die harte Art tun."

Geheimer Invasionsplan Generalstab stellt sich quer

Was dies genau bedeutet, darüber gibt es aktuell neue Informationen. So sollen hochrangige Kommandeure, genauer gesagt das "Joint Special Operations Command" laut "Mail on Sunday" einen Invasionsplan ausarbeiten - doch der Generalstab der US-Streitkräfte sträubt sich vehement gegen dieses Vorhaben, berichten Medien.

Grönland-Plan verrückt und illegal?

So erklärte eine interne Quelle aus Diplomaten-Kreisen gegenüber der "Mail on Sunday": "Die Generäle halten Trumps Grönland-Plan für verrückt und illegal. Deshalb versuchen sie, ihn mit anderen großen Militäroperationen abzulenken." Und weiter: Sie sagen, es sei, als würde man mit einem Fünfjährigen verhandeln.

Eskalationsszenario durch Gewalt und politischen Zwang

Der dennoch vorliegende Eskalationsplan soll laut Medienberichten sowohl Gewalt als auch politischen Zwang beinhalten, damit Grönland sich von Dänemark lossagt. Hier wäre die noch mildeste Lösung ein sogenanntes Kompromiss-Szenario: Dänemark stimmt zu, Donald Trump uneingeschränkt militärischen Zugang zu Grönland zu gewähren. Doch dies scheint eher unwahrscheinlich.

Dänemark äußert sich zu Grönland-Zukunft: Autonomes Gebiet

Trumps Grönland-Absichten könnten im schlimmsten Fall zu einer Eskalation mit der Nato führen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte bereit zuvor eindeutig Stellung bezogen: Grönland sei ein autonomes Gebiet innerhalb des dänischen Königreiches, welches allein die Entscheidung über die Zukunft trifft.

Trump bekräftigte mit seinem Grönland-Vorhaben, die Region vor Russland und China schützen zu wollen. "Wenn wir Grönland nicht einnehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen", erklärte der US-Präsident. Dafür scheint ihm jedes Mittel recht. "So oder so werden wir Grönland bekommen."

Nato reagiert auf Trump-Provokation mit Arktis-Übung

Die Nato reagierte bereits auf Trumps unmissverständliche Ansage. Am Wochenende sendete sie Marinekräfte zu Übungen in der Arktis aus. "Übung in der Arktis. Die Nato-Seestreitkräfte üben gemeinsam unter den rauen Bedingungen des hohen Nordens, um diese strategisch wichtige Region zu schützen", schreibt das Bündnis in einem Social-Media-Beitrag. User:innen reagieren unmittelbar und sehen darin ganz klar eine Reaktion auf Trumps Grönland-Ansage. "Sieht so aus, als wolle jemand eine Botschaft übermitteln...", kommentiert ein User im Netz.

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