Berlin: Außenministerium: Im Frühjahr Sudan-Konferenz in Berlin
Das Auswärtige Amt erinnert an 1.000 Tage Krieg im Sudan und die laut UN größte humanitäre Krise der Welt. Ein internationales Treffen im April soll die Friedensbemühungen voranbringen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Deutschland richtet im April angesichts der katastrophalen Lage im Sudan eine internationale Hilfskonferenz in Berlin aus, um die Friedensbemühungen voranzubringen. Die dritte internationale Sudan-Konferenz solle rund um den Jahrestag des Kriegsausbruchs am 15. April 2023 im Frühjahr stattfinden, kündigte die Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin an. 2024 hatte eine entsprechende Konferenz in Paris stattgefunden, im vergangenen Jahr in London.
"Heute erinnert die Welt an ein trauriges Datum, und zwar 1.000 Tage Krieg in Sudan", sagte die Sprecherin. Viel zu viele Menschen litten und stürben dort nach wie vor an Hunger und Durst, sie seien Opfer von Vertreibung und Vergewaltigung. Die größte humanitäre Krise der Welt habe bereits Millionen von Zivilisten in die Flucht, in die Armut und viele Zehntausende in den Tod getrieben. Deutschland setze sich politisch und humanitär nach Kräften für die Menschen vor Ort und für ein Ende der Kämpfe ein. Mit 157 Millionen Euro sei die Bundesregierung auch 2025 einer der größten humanitären Geber gewesen.
UN: Größte humanitäre Krise weltweit
Die Vereinten Nationen stufen den seit April 2023 andauernden Krieg im Sudan, in dem sich die sudanesische Armee und die Miliz Rapid Support Forces (RSF) gegenüberstehen, als größte humanitäre Krise der Welt ein. Zwölf Millionen Menschen wurden durch die Kämpfe vertrieben, jeder zweite der rund 50 Millionen Landesbewohner ist von Hunger bedroht. Zugleich bekommt die Lage im Sudan deutlich weniger internationale Aufmerksamkeit als etwa die Situation im Gazastreifen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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