Katholische Kirche: Erstes Konsistorium von Leo endet - Neues Treffen im Juni

Papst Leo XIV. setzt auf mehr Austausch mit seinen Kardinälen: Nach dem ersten außerordentlichen Konsistorium kündigt er regelmäßige Treffen mit ihnen an. Damit setzt er sich von seinem Vorgänger ab.

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Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt vom Balkon des Petersdoms im Vatikan. (Foto) Suche
Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt vom Balkon des Petersdoms im Vatikan. Bild: picture alliance/dpa/Vatican Media/IPA via ZUMA Press | Vatican Media

Die Beratungen von Papst Leo XIV. mit Kardinälen aus aller Welt im Vatikan sind nach anderthalb Tagen zu Ende gegangen. Bei der Versammlung ging es nach Vatikan-Angaben um die Zukunft der Kirche. Der Pontifex hatte alle 245 Kardinäle der katholischen Kirche für das erste sogenannte außerordentliche Konsistorium seit seiner Wahl im vergangenen Mai eingeladen - letztlich nahmen an dem Treffen 170 Kirchenmänner teil.

Ein außerordentliches Konsistorium kommt nur sehr selten vor. Anders als bei ordentlichen Konsistorien, die mehrmals jährlich stattfinden können, werden bei einem außerordentlichen Konsistorium alle Kardinäle der Weltkirche eingeladen. Diese Versammlung gilt als das wichtigste Beratungsgremium des Papstes.

Vatikan-Sprecher Matteo Bruni erklärte, Leo wolle dieses Gesprächsformat auch in Zukunft fortführen und in regelmäßigen Abständen abhalten. Das nächste Konsistorium soll demnach Ende Juni stattfinden - wahrscheinlich am 27. und 28. Juni. Anschließend sollten diese Treffen jährlich für jeweils drei bis vier Tage abgehalten werden, sagte Bruni weiter.

Leo deutet neuen Leitungsstil der katholischen Kirche an

Leos Vorgänger Franziskus hatte bei der Leitung der Kirche weniger auf das Kardinalskollegium im Ganzen gesetzt. Stattdessen setzte er einen sogenannten Kardinalsrat aus neun Kirchenmännern ein, der sich alle paar Monate mit ihm traf. Die Einberufung regelmäßiger Konsistorien deutet darauf hin, dass Leo einen neuen Leitungsstil der Kirche anstrebt und die Kardinäle aus aller Welt stärker einbeziehen und in wichtigen Fragen konsultieren will.

Der südafrikanische Kardinal Stephen Brislin bezeichnete die Zusammenkunft in einer Pressekonferenz als eine "sehr bereichernde Erfahrung". Neben der Diskussion über zentrale Reformanliegen der Kirche sei das außerordentliche Konsistorium auch eine gute Gelegenheit für die Kardinäle gewesen, sich kennenzulernen und einander zuzuhören.

Konkret ging es in drei Arbeitssitzungen um die Themen Synodalität, also das Mitspracherecht aller Katholiken in der Kirche, sowie den missionarischen Auftrag der Kirche. Ein Abschlussdokument gab es nach den Beratungen nicht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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