Wiktor Medwedtschuk: Nato-Truppen in der Ukraine - Putin-Verbündeter verbreitet Weltkriegsangst
Der Putin-Verbündete Wiktor Medwedtschuk warnt vor einem "Dritten Weltkrieg" - ausgelöst durch die Ankündigung Frankreichs und Großbritanniens, Militärstützpunkte in der Ukraine zu errichten. Moskau lehnt die Pläne kategorisch ab.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Putin-Verbündeter Medwedtschuk warnt vor 3. Weltkrieg
- Militärstützpunkte und Waffenlager in der Ukraine geplant
- Selenskyj lobt konkrete Vereinbarungen
- Armeestärke und offene Fragen
Der seit dem Jahr 2022 im russischen Exil lebende ukrainische Politiker Wiktor Medwedtschuk hat nach dem Pariser Gipfeltreffen eindringlich vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt. Auslöser seiner Kritik ist die gemeinsame Absichtserklärung von Frankreich und Großbritannien, nach einem möglichen Waffenstillstand Militärstützpunkte in der Ukraine zu errichten.
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Putin-Verbündeter Medwedtschuk warnt vor 3. Weltkrieg
"Die Absichtserklärung, nach Konfliktende ein multinationales Kontingent in der Ukraine zu stationieren, kann nur als groß angelegte politische Provokation betrachtet werden, die darauf abzielt, diesen Konflikt nicht enden zu lassen und somit die Welt in einen Dritten Weltkrieg zu führen", erklärte der Anführer der oppositionellen Bewegung "Anderes Ukraine" laut der russischen Nachrichtenagentur "Tass".
- Vor seiner Exilierung war Wiktor Medwedtschuk war Abgeordneter, Chef einer politischen Partei ("Opposition Platform – For Life") und enger Berater des ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma.
Trilaterale Erklärung sieht Militärstützpunkte und Waffenlager vor
Die gemeinsame Erklärung wurde von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet. Sie sieht die Stationierung multinationaler Truppen in der Ukraine vor, sollte ein Friedensabkommen mit Russland zustande kommen.
Selenskyj lobt konkrete Vereinbarungen
Der ukrainische Präsident zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des Gipfels.
- "Es ist wichtig, dass die Koalition heute substanzielle Dokumente hat. Das sind nicht nur Worte. Es gibt konkreten Inhalt: eine gemeinsame Erklärung aller Koalitionsländer und eine trilaterale Erklärung von Frankreich, Großbritannien und der Ukraine", betonte Selenskyj.
Auch Vertreter der US-Regierung waren in Paris anwesend. Die Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner unterstrichen öffentlich die amerikanische Unterstützung für die neuen Sicherheitsvereinbarungen. Die Maßnahmen sollen russische Angriffe abschrecken und der Ukraine dauerhafte Sicherheit nach Kriegsende garantieren.
Armeestärke und offene Fragen
Der Pariser Gipfel brachte zudem einen gemeinsamen Aufruf hervor, die Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine zu stärken. Dazu gehört die Auffüllung der Waffenbestände sowie das Ziel, nach Beendigung der Kampfhandlungen eine ukrainische Armee mit 800.000 Soldaten aufrechtzuerhalten.
Allerdings räumten alle beteiligten Parteien ein, dass wesentliche Punkte noch ungeklärt sind. Rechtlich bindende Verpflichtungen müssen erst noch ausgearbeitet werden. Auch die konkreten Details zur operativen Umsetzung der geplanten Truppenstationierungen stehen noch aus. Moskau lehnt die Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine weiterhin entschieden ab.
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rut/news.de
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