Donald Trump: US-Präsident beschlagnahmt Putin-Tanker - droht nun die Eskalation?
Ein Tanker mit falscher Flagge, verschwunden vom Radar und im Verdacht, Terror-Netzwerke zu beliefern: Die USA haben mitten im Atlantik ein russisches Schiff gestoppt. Moskau reagiert empört und fordert die Heimkehr der Crew.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- US-Küstenwache beschlagnahmt russischen Rohöltanker im Atlantik
- Verdacht auf Sanktionsumgehung und Terror-Unterstützung
- US-Geheimdienste vermuten Waffen statt Öl an Bord
Mitten im Nordatlantik eskaliert der geopolitische Machtkampf: Die US-Küstenwache hat den russischen Rohöltanker "Marinera" geentert und beschlagnahmt. Der Vorwurf: Sanktionsbruch, Terror-Unterstützung und möglicherweise Waffenschmuggel.
Trump-Regierung kapert russischen Tanker
Die Aktion fand am Mittwoch auf halber Strecke zwischen Island und Großbritannien statt. US-Justizministerin Pam Bondi schrieb auf der Plattform X, die USA hätten einen Beschlagnahmebefehl vollstreckt, "der für den Transport von sanktioniertem Öl aus Venezuela und dem Iran verantwortlich ist". Wohin das Öl gebracht werden sollte, ließ Bondi offen.
Laut Bondi geriet der Tanker wegen seiner Rolle "in einem Netzwerk zur Umgehung von Sanktionen, das für die Unterstützung ausländischer terroristischer Organisationen verantwortlich ist", ins Visier der US-Behörden. Gegen die Besatzung werde umfassend ermittelt. Sie habe Anweisungen der Küstenwache missachtet und versucht zu fliehen. Strafrechtliche Schritte seien eingeleitet.
Tarnung mit neuem Namen und neuer Flagge
Noch vor einer Woche fuhr das Schiff unter dem Namen "Bella 1" und mit guyanischer Flagge. Der plötzliche Wechsel von Name und Registrierung gilt als klassisches Mittel zur Sanktionsumgehung. Bereits seit 2024 steht der Tanker auf der US-Sanktionsliste. Die Eigentümerfirma "Louis Marine Shipholding" aus Panama soll laut US-Behörden Waren für die Hisbollah transportiert haben.
Wie die "Bild" berichtet, zeigen interne Dokumente ein brisantes Bild: Der Tanker war für Unternehmen tätig, die enge Verbindungen zum Regime in Teheran unterhalten. Eine Rechnung aus dem Frühjahr 2024 belegt Einsätze für "Onden General Trading LLC", ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das US-Finanzministerium ordnet es einem Netzwerk zu, das illegale Geschäfte und Drohnenlieferungen für das iranische Militär abwickelt.
Besonders explosiv sind Hinweise der US-Geheimdienste: Laut CBS News besteht der Verdacht, dass sich keine Ölladung, sondern tragbare Flugabwehrsysteme iranischer oder russischer Herkunft an Bord befinden könnten.
Tanker verschwand monatelang vom Radar
Die Spur des Tankers führt in den Iran, wo er noch im August vor Anker lag. Kurz nach dem Ablegen verschwand das Schiff monatelang von den Radarschirmen, tauchte später im Mittelmeer und in der Karibik wieder auf.
Am 21. Dezember versuchte die Besatzung offenbar, eine US-Seeblockade gegen Venezuela zu durchbrechen. Ein Enterungsversuch scheiterte. Danach schaltete das Schiff seinen Transponder ab – und tauchte am 1. Januar unter neuem Namen und russischer Flagge im Atlantik wieder auf.
Kreml schickte Kriegsschiffe zur Rettung
Das Manöver bei Venezuela löste offenbar Alarm in Moskau aus. Die russische Marine entsandte ein U-Boot und zwei Kriegsschiffe, um den Tanker zu eskortieren. Die US-Streitkräfte griffen jedoch zu, bevor die russische Flotte das Schiff erreichen konnte.
Der Vorfall steht im Kontext der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran. Teheran beliefert Moskau mit Drohnen für den Ukraine-Krieg. Im Januar 2025 vereinbarten beide Länder eine 20-jährige militärische und wirtschaftliche Partnerschaft.
Moskau fordert freie Heimkehr für Tanker-Besatzung
Das russische Außenministerium fordert eine ungehinderte Heimkehr der Seeleute. Man verlange eine "humane und würdige Behandlung" sowie eine schnellstmögliche Rückkehr in die Heimat. Russland kritisierte das US-Vorgehen zudem unter Verweis auf die UN-Seerechts-Konvention von 1982. Der Tanker habe am 24. Dezember eine ordnungsgemäße Erlaubnis erhalten, unter russischer Flagge zu fahren.
US-Präsident Donald Trump hatte bereits zuvor eine Seeblockade für sanktionierte Öltanker angeordnet, die Venezuela ansteuern. Russland wird von westlichen Staaten beschuldigt, gezielt alte Tanker zur Umgehung von Sanktionen einzusetzen.
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bua/sfx/news.de/dpa
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