Katholisches Jubeljahr: Heiliges Jahr geht zu Ende - Papst schließt Petersdom-Pforte
Vor gut einem Jahr hatte Papst Franziskus noch die Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet. Nun schließt sein Nachfolger Leo XIV. sie wieder. Damit endet das Heilige Jahr der katholischen Kirche.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Papst Leo XIV. hat die Heilige Pforte des Petersdoms geschlossen und damit offiziell das Heilige Jahr der katholischen Kirche beendet. Gekleidet in liturgische Gewänder trat der Pontifex zuvor an die schwere Bronzetür heran und kniete auf der Schwelle für einen Moment des stillen Gebets nieder. Anschließend zog er beide Türflügel von außen zu. Durch den Haupteingang des Petersdoms trat Leo nach innen für einen anschließenden Gottesdienst.
Die katholische Kirche feiert in der Regel alle 25 Jahre ein Heiliges Jahr. Nach katholischem Verständnis können Gläubige während des Jahres durch Gebet und Buße einen Ablass ihrer Sünden erlangen. Dazu gehört auch das Durchschreiten Heiliger Pforten. Die Pforten, die großen Portale an den vier römischen Papstbasiliken, sind in normalen Jahren dauerhaft verschlossen.
Heiliges Jahr mit zwei Päpsten
Der im April verstorbene Papst Franziskus hatte noch am 24. Dezember 2024 das Heilige Jahr, auch Jubeljahr genannt, eröffnet. Nach seinem Tod übernahm Leo als neues Oberhaupt der katholischen Kirche die Leitung der Feierlichkeiten. 2025 geht damit als das zweite Heilige Jahr mit zwei Päpsten in die Geschichte ein. Diese Situation gab es nur im Heiligen Jahr 1700, das von Innozenz XII. eröffnet und nach dessen Tod von Clemens XI. beendet wurde.
Nach Angaben des Vatikans pilgerten seit der Eröffnung des Jubeljahres mehr als 33 Millionen Gläubige aus 185 verschiedenen Ländern in die italienische Hauptstadt, um an den Feierlichkeiten des kirchlichen Mega-Events teilzunehmen, zu beten und die Heiligen Pforten in Rom zu durchschreiten.
Rom im Stress - 2033 nächstes Heiliges Jahr
Für die Stadt Rom bedeutet das Ende des Jubeljahres auch das Ende einer Phase außergewöhnlicher Belastung mit logistischen Herausforderungen. Gleichzeitig profitierte die Wirtschaft der Stadt von dem Pilgeransturm. Auch zahlreiche Infrastrukturprojekte wurden beschleunigt oder abgeschlossen.
Die Ewige Stadt hat sich damit auch in gewisser Weise schon auf das nächste Großevent vorbereitet. Der Papst kann von dem seit 1475 bestehenden regulären 25-Jahres-Rhythmus abweichen und sogenannte außerordentliche Heilige Jahre ausrufen. 2033 soll ein solches außerordentliches Jubeljahr gefeiert werden - anlässlich des Gedenkens an 2.000 Jahre seit dem Tod Jesu.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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