Donald Trump: Er droht mit weiteren Militärschlag - "Ich hoffe, wir müssen es nicht tun"

Donald Trump äußert sich nach der Festnahme von Nicolás Maduro unkonkret über die Zukunft Venezuelas. Während Trump und seine Regierung sich in Widersprüche verwickeln, droht der US-Präsident mit einem weiteren Militärschlag.

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US-Präsident Donald Trump äußert sich zur möglichen Regierung Venezuelas - und droht mit einem weiteren Militärschlag. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump äußert sich zur möglichen Regierung Venezuelas - und droht mit einem weiteren Militärschlag. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Nach Festnahme von Maduro - Trump will Venezuela-Regierung übernehmen
  • Widersprüchliche Aussagen: Rubio kontert US-Präsidenten
  • Drohung mit weiteren Militärschlag: Wie geht es in Venezuela weiter?

Die Zukunft Venezuelas ist ungewiss. Nachdem Nicolás Maduro durch die USA verhaftet wurde, wird das Land aktuell von VizepräsidentinDelcy Rodríguez geleitet. Doch wenn es nach US-Präsident Donald Trump geht, hat hier jemand ganz anderes das Sagen.

Am Sonntag erklärte der US-Präsident auf Nachfrage von Journalisten während des Flugs von Palm Beach nach Washington überraschend: "Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist". Und weiter: "Es bedeutet, dass wir das Sagen haben." Man verhandle gerade mit den Leuten, die vereidigt wurden, erklärte Donald Trump, aber eine "reine Verhandlungssache" sei das wohl nicht, wie er kurze Zeit später klarstellte.

Donald Trump droht Venezuela mit einem weiteren Militärschlag

Wie unter anderem die "Bild"-Zeitung berichtet, drohte der US-Präsident so ganz nebenbei mit einem weiteren Militärschlag. "Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Angriff führen, und der wird viel größer sein als der erste. Ich hoffe, wir müssen es nicht tun, aber wenn sie sich nicht benehmen, werden wir es tun, erklärte Donald Trump.

Man werde das Land so regieren, dass man einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten könne, erklärte Trump während einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach. Wie genau das aussehen werde, darüber ist sich die US-Regierung offenbar noch uneinig.

USA will Druck ausüben durch massive Ölblockaden

US-Außenminister Marco Rubio distanzierte sich noch am selben Tag von den Aussagen Trumps. Er stellte klar, dass man keine zivile Verwaltung vor Ort einsetzen werde und auch keine alltäglichen Regierungsgeschäfte in Venezuela übernehmen wolle. Man werde primär die Durchsetzung massiver Ölblockaden erzielen und so finanziellen Druck ausüben, so Rubio.

Trump: Wirtschaftliche Vorteile nach Venezuela-Schlag nutzen

Gegenüber der "New York Post" sagte US-Präsident Donald Trump: "Wir sollten das Land mit Recht und Ordnung regieren. Wir sollten das Land so führen, dass wir die wirtschaftlichen Vorteile der vorhandenen Ressourcen nutzen können – nämlich wertvolles Öl und andere wertvolle Güter."

In dieser Sache sei man sich einig. Ob und wie weit die Zusammenarbeit mit der Interims-Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geht, auch darüber war man sich zunächst offenkundig uneinig. Während Rodríguez kurz zuvor in einer Fernsehansprache erklärte, dass Venezuela "niemals wieder die Kolonie eines anderen Imperiums werde", lud sie nur kurze Zeit später die Vereinigten Staaten dazu ein, an einer gemeinsamen Agenda zu arbeiten. 

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/mlk/news.de

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