Donald Trump: Notfall-Mediziner alarmiert - Überdosis-Beichte wirft neue Fragen auf

Für Donald Trump ist es nach eigener Aussage seit Jahrzehnten an der Tagesordnung, sich entgegen ärztlicher Anweisung eine Überdosis Aspirin einzuwerfen. Nun schlagen Mediziner Alarm - hat "The Don" unabsichtlich gravierende Gesundheitsprobleme eingestanden?

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Obwohl er immer wieder beteuert, bei "exzellenter Gesundheit" zu sein, wirft sich Donald Trump seit Jahrzehnten täglich eine Überdosis Tabletten ein - und alarmiert damit Mediziner. (Foto) Suche
Obwohl er immer wieder beteuert, bei "exzellenter Gesundheit" zu sein, wirft sich Donald Trump seit Jahrzehnten täglich eine Überdosis Tabletten ein - und alarmiert damit Mediziner. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Donald Trump entsetzt Ärzte mit Aspirin-Geständnis
  • US-Präsident konsumiert Tabletten wie ein Herzinfarkt-Patient - wie gesund ist "The Don" wirklich?
  • Notfallmediziner ordnet Trumps fragwürdige Aspirin-Einnahme ein

Wann immer sich die Gelegenheit bietet, prahlt Donald Trump mit seiner angeblich "exzellenten" Gesundheit, die die geistige und körperliche Verfassung anderer Menschen in seinem Alter in den Schatten stelle. Immer wieder, so der US-Präsident im Brustton der Überzeugung, werde ihm von seinen behandelnden Ärzten ein glänzendes Gesundheitszeugnis ausgestellt, sämtliche Untersuchungen meistere "The Don" mit Bravour - doch bei Medizinern, die nicht zum Leibärzte-Team des US-Präsidenten zählen, schrillen bei derlei Ausführungen gewaltig die Alarmglocken.

Donald Trump schockt Ärzte mit Tabletten-Beichte - wie schlimm steht es um den US-Präsidenten?

Wie aktuell bei "Newsweek" zu lesen ist, stehen Medizinern wie Dr. Jeremy Faust, seines Zeichens Notfallmediziner an der Harvard Medical School sowie Chefredakteur des Fachblattes "Medpage Today", angesichts Donald Trumps jüngsten Ausführungen zu seinem Medikamentenkonsum die Haare zu Berge. Unlängst hatte "The Don" im Interview mit dem "Wall Street Journal" über seine Einnahmegewohnheiten von Aspirin geplaudert und dabei enthüllt, auf den Rat seiner Ärzte zu pfeifen und kurzerhand eine höhere als die ihm empfohlene Dosis von Acetylsalicylsäure einzunehmen - und das täglich seit mehr als zwei Jahrzehnten. Der79-jährige US-Republikaner kommt damit auf eine Tagesdosis von 325 Milligramm Aspirin - eine Dosierung, die in medizinischen Kreisen eine Reihe von Fragen aufwirft.

Notfall-Mediziner alarmiert: Trumps Aspirin-Dosis sonst nur für Herzinfarkt-Patienten

Dr. Jeremy Faust reagierte sichtlich überrascht auf diese Angabe. Bei einem Auftritt auf CNN am Neujahrstag bezeichnete er die Menge als jene Dosis, die man verabreiche, "um einen Herzinfarkt zu verhindern" - somit käme eine Aspirin-Dosis, wie sie Donald Trump täglich konsumiert, ausschließlich für Risikopatienten mit massiven Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Frage. Für den Alltag sei eine solche Dosierung höchst ungewöhnlich. Der Harvard-Mediziner ordnete die Aspirin-Menge bei CNN genauer ein: "Das ist eine Dosis für Patienten, die gerade einen Herzinfarkt erleiden", erklärte Faust. Lediglich bei bestimmten Hochrisikopatienten werde eine solche Menge nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt dauerhaft verschrieben – doch auch das sei "ziemlich ungewöhnlich". Für den Notfallmediziner war diese Information der bemerkenswerteste Aspekt des gesamten Interviews. Der Rest des Artikels habe größtenteils bereits Bekanntes über den Gesundheitszustand des Präsidenten bestätigt, so Faust. Die ungewöhnlich hohe Aspirin-Dosierung stach hingegen heraus - und wirft die Frage auf, wie ernst es um Donald Trumps Gesundheitszustand tatsächlich bestellt ist.

Donald Trump will "dünnes Blut" - so begründet "The Don" seine Aspirin-Gewohnheiten

Trump selbst lieferte dem "Wall Street Journal" eine eigenwillige Begründung für seine Medikation: "Sie sagen, Aspirin ist gut, um das Blut zu verdünnen, und ich will kein dickes Blut durch mein Herz fließen haben. Ich will schönes, dünnes Blut durch mein Herz fließen haben. Ergibt das Sinn?" Trumps Worte machten zu einem Zeitpunkt die Runde, als Gerüchte über den wahren Gesundheitszustand des US-Präsidenten längst an der Tagesordnung sind: "The Don" wurde wiederholt mit sichtbaren Hautveränderungen und Blutergüssen an den Händen fotografiert. Trump räumte gegenüber der Zeitung ein, dass seine Haut dünner geworden sei – ein Umstand, den Kritiker als Zeichen eines sich verschlechternden Gesundheitszustands werten.

Erhitzte Debatten um Donald Trumps Gesundheitszustand entbrannt

Die Reaktionen auf Trumps Gesundheitsenthüllungen fielen erwartungsgemäß gespalten aus. Der liberale Kommentator Harry Sisson fasste auf X zusammen: Trump nehme das Vierfache der empfohlenen Aspirin-Dosis, schlafe wenig, esse regelmäßig bei McDonald's und habe Hörprobleme – dennoch behaupte MAGA, er sei gesund. Auf der anderen Seite verteidigte der rechte Online-Kommentator Paul A. Szypula den Präsidenten: "Präsident Trump ist 79 und in besserer Verfassung als die meisten Menschen, die halb so alt sind."

Die Debatte um den Gesundheitszustand des ältesten je vereidigten Präsidenten dürfte seine gesamte zweite Amtszeit begleiten – befeuert durch die intensive Altersdiskussion, die bereits seinen Vorgänger Joe Biden aus dem Rennen gedrängt hatte.

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